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Kunst in Bern · Bauwerk

Doppelwohnhaus an der Marienstrasse 12/14

Ein symmetrisches Doppelhaus der Neurenaissance von 1891 an der Marienstrasse im Berner Kirchenfeld, mit grossem Garten und originalen Haustüren.

Doppelwohnhaus an der Marienstrasse 12/14, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 12, Marienstrasse 14
Baujahr
1891
Architekt
Antoine Orlandi, Unternehmer, La Neuveville
Stil
klassizistische Neurenaissance
Bauherrschaft
J. Voney
Schutz
schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
Umbauten
1910, 1937, 1963/64, 1990
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Das Doppelhaus an der Marienstrasse 12 und 14 von 1891 ist ein symmetrischer Bau unter einem Mansartwalmdach. Die städtische Denkmalpflege beschreibt seine Formen als klassizistische Neurenaissance. Der Putzbau ist mit Sandstein gegliedert, das Erdgeschoss als gebänderter Sockel ausgebildet, das Obergeschoss als Beletage, das Hauptgeschoss. Lisenen fassen alle Gebäudeecken ein.

Zur Strasse tritt ein kräftiger, zweiachsiger Mittelteil vor, in dem die Eingänge unter Stichbögen liegen. Die sehr sorgfältig gearbeiteten Haustüren sind noch die originalen. An den Seitenflügeln werden die Fensterachsen zu den Ecken hin auffällig breiter; die äussersten Achsen sind als gekuppelte Öffnungen gestaltet. Im Obergeschoss hängen bauchige Balkone aus Gusseisen.

Ungewöhnlich ist der Urheber: Das Bauinventar nennt als Architekten nicht einen der bekannten Berner Villenarchitekten, sondern Antoine Orlandi, einen Unternehmer aus La Neuveville; Bauherr war J. Voney. Im Kirchenfeld war das nicht die Regel, denn viele Doppelvillen an der Marienstrasse stammen von Eugen Stettler und der Kirchenfeld-Baugesellschaft. Die Marienstrasse selbst folgt der nördlichen Hangkante und war im Quartierplan als Allee vorgesehen.

Auf der Südseite liegt vor dem Haus ein grosser, parkartiger Garten. Für die Denkmalpflege ist das gut proportionierte Haus in Grösse und Stil ein wichtiger Baustein des historistischen Kirchenfelds. Später kamen 1910 eine Veranda an Nr. 12, 1937 eine Garage und eine Terrasse an Nr. 14 hinzu; 1963/64 wurde Nr. 12 umgebaut und renoviert, 1990 Nr. 14 mit grösserem Wohnzimmer und gedeckter Veranda. Das Haus ist als schützenswert eingestuft und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Achten Sie auf die beiden Haustüren im Mittelteil.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 12, 14 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern · Wikidata: Q106615214

Lage in Bern
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Marienstrasse 12

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.