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Kunst in Bern · Bauwerk

Wohnhäuser an der Marienstrasse 19–23

Die Häuserzeile an der Marienstrasse 19–23 im Berner Kirchenfeld entwarf und baute Eduard von Rodt 1890 als frühen Bau des Quartiers.

Wohnhäuser an der Marienstrasse 19–23, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 19, Marienstrasse 21, Marienstrasse 23
Baujahr
1890
Architekt
Eduard von Rodt (1849–1926)
Stil
Historismus mit Sgraffito-Dekor
Bauherr
Eduard von Rodt
Schutz
schützenswert; Schutzverträge 1988 (Nr. 23) und 1998 (Nr. 19)
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Das Kirchenfeld war das erste planmässig überbaute Quartier Berns. Die Burgergemeinde verkaufte das Land 1881 an die englische Berne Land Company, die sich verpflichtete, den Quartierplan einzuhalten; als dessen Schöpfer gilt der Architekt Horace Edouard Davinet. Zu den Häusern der ersten Bebauung gehört die Zeile an der Marienstrasse 19–23 von 1890. Architekt und Bauherr war Eduard von Rodt (1849–1926), der im Kirchenfeld Bauland erworben hatte und von 1881 bis 1894 das Historische Museum leitete.

Die drei Häuser bilden einen langgestreckten, mit der Traufe zur Strasse stehenden Baukörper unter einem Walmdach. Es ist ein Putzbau mit Rahmen aus Haustein. Früher gliederten in Sgraffito-Technik aufgebrachte Eckquader die Fassade; erhalten sind sie nur noch am Haus Nr. 23. Ein Akanthusfries in derselben Technik wurde am Haus Nr. 19 entfernt. Zur Aare hin beherrscht ein Volutengiebel über dem mittleren Haus die Fassade.

Ursprünglich lag das Gewicht der Architektur auf dem Dach, das malerisch mit Türmchen und erkerartigen Lukarnen besetzt war. Übrig sind davon nur die mittlere Lukarne, heute vereinfacht, und im Nordwesten ein Ecktürmchen mit Spitzhelm; die übrigen Türmchen wurden 1935 entfernt, nach dem Text des Inventarblatts 1935/36. Das hat das Haus beeinträchtigt, doch es bleibt ein wichtiger Zeuge der ersten Bauphase im Kirchenfeld. Die originalen Eingangstüren und die ursprüngliche Einfriedung des Grundstücks sind erhalten.

1990 wurden die Fassaden saniert, mit Steinhauerarbeiten und der Restaurierung der Sgraffiti. Das Haus Nr. 23 steht seit 1988, das Haus Nr. 19 seit 1998 unter Vertragsschutz; die Zeile ist schützenswert und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Wer genau hinsieht, findet an der Nr. 23 noch die aufgemalten Eckquader in Sgraffito.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 19–23 · Wikidata: Q106615092 · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Kirchenfeld

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