Weibliche Allegorien (Das Vermitteln, Das Sprechen, Das Hören)

- Künstler*in
- Karl Schenk
- Jahr
- 1949
- Material
- Kalkstein
- Ort
- SRF Gebäude, Schwarztorstrasse 21
Geschichte des Werks
An der Fassade des Radiostudios zur Mühlemattstrasse hin sitzen über der zweiten Fensterreihe drei Reliefs aus Kalkstein. Karl Schenk hat sie um 1948/49 geschaffen; ihre Titel lauten „Das Vermitteln“, „Das Sprechen“ und „Das Hören“. Laut Wikimedia Commons liegen die Reliefs je etwa 20 Meter auseinander und zeigen das gleiche Motiv, sind aber nicht identisch. Wikidata gibt für jedes etwa 120 auf 120 Zentimeter an und nennt als Motiv jeweils eine Frau.
Die drei Titel beschreiben, was in diesem Haus geschieht: Hier wird gesprochen, gesendet und gehört. Das Studio entstand 1931 als sechsgeschossiger Bau, dessen Front dem Bogen der Mühlemattstrasse folgt. Das Bauinventar hebt gerade diesen Baukörper wegen seiner Kraft und Modernität hervor und schreibt dem Radiostudio eine prägende Rolle für den Massstab des ganzen südlichen Monbijou zu.
Schenk (1905–1973) war ein Berner Bildhauer und Maler, Sohn eines Kunstschlossers. Auf Wunsch des Vaters lernte er Grabsteinhauer und begann daneben zu zeichnen und zu malen. 1934 zog er mit einem Stipendium nach Paris, wo er Arnold Huggler und Édouard-Marcel Sandoz kennenlernte, beide Bildhauer. Mit rund 400 Zeichnungen kehrte er nach Bern zurück und arbeitete hier frei. SIKART nennt als Schwerpunkt Porträtbüsten hoher Politiker und Offiziere; für die Wasserversorgung der Stadt schuf er das Mosaik „Trinkender Faun“. In den letzten zwanzig Lebensjahren malte er vor allem.
Das Verzeichnis der Stadt datiert die Reliefs auf 1949, Wikimedia Commons auf 1948. Wer vor dem Gebäude steht, sollte die drei Reliefs nacheinander anschauen und vergleichen, worin sie sich unterscheiden. Auf der Seite zur Schwarztorstrasse steht zudem die Bronzeplastik von Marcel Perincioli, der Rest eines Zierbrunnens von 1974.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Karl Schenk (Künstler) · SIKART: Karl Schenk · Bauinventar Stadt Bern: Baugruppe Monbijou (Radiostudio Schwarztorstrasse 21) · Wikidata: Weibliche Allegorien (Q74292803) · Wikimedia Commons: Kalksteinrelief-Ensemble Weibliche Allegorien (Karl Schenk 1948)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.