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Kunst in Bern · Werk

O.K.

O.K. von Willy Weber, Universität Bern, Zentrum Sport und Sportwissenschaft, Bremgartenstrasse 145 (Seite Neubrückstrasse), 3012 Bern, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Willy Weber
Jahr
1976
Material
Sprengplastik, Corten-Stahl
Ort
Universität Bern, Zentrum Sport und Sportwissenschaft, Bremgartenstrasse 145 (Seite Neubrückstrasse), 3012 Bern

Geschichte des Werks

Auf der Seite zur Neubrückstrasse, beim universitären Sportzentrum an der Bremgartenstrasse 145, steht „O.K.“, eine Plastik aus Cortenstahl von 1976. Willy Weber hat die Stahlplatten mit Sprengstoff verformt. Wenige Meter daneben steht seine verchromte Plastik „see“ von 1972. Das Lexikon SIKART und Wikipedia führen beide Werke als Arbeiten in öffentlichem Besitz bei der Universitätssporthalle Neufeld auf. Auf einer Aufnahme in Wikimedia Commons ist im Hintergrund der Park beim Studerstein zu sehen.

Mit Sprengstoff arbeitete Weber seit 1962. Nach SIKART formte er zuerst Platten aus Messing oder Eisen, ab 1968 polierten Chromstahl und ab 1972 auch Cortenstahl. Das Lexikon sieht in den Cortenplastiken das sinnliche Spiel der Formen wieder im Vordergrund, während die Kraft, die zur Verformung nötig war, spürbar bleibe.

Willy Weber kam am 16. Juni 1933 in Bern zur Welt und wuchs in Muri auf. Er machte eine kaufmännische Lehre, lebte ein Jahr in Algerien und brachte sich danach das Malen selbst bei. 1965 verfasste er ein Manifest zu seiner Arbeit; laut Wikipedia forderte er darin eine Kunst, die das dynamische Element der Explosion wiedergibt. Er stellte 1969 in New York aus und war 1969 in São Paulo sowie 1972 in Venedig der Schweizer Vertreter an der Biennale.

Im Entstehungsjahr von „O.K.“ beteiligte er sich im August 1976 zusammen mit Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely an der Aktion „Zorn“ gegen kulturfeindliche Tendenzen auf der Berner Allmend. In den 1980er-Jahren zog er sich zurück; er starb am 11. Mai 1998 in Boll-Sinneringen. Vor Ort lohnt der Vergleich der beiden Nachbarn aus zwei Stahlsorten: verchromt bei „see“, Cortenstahl bei „O.K.“.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · SIKART: Willy Weber (Regina Bühlmann) · Wikipedia (de): Willy Weber (Künstler) · Wikimedia Commons: Cortenstahlplastik o.k. (Willy Weber 1976)

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