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Kunst in Bern · Werk

Büste Theodor Kocher

Büste Theodor Kocher von Max Fueter, Kocherpark, bei Fusstreppe rauf zur Laupenstrasse, Bern
Foto: Foto: Wattewyl, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Künstler*in
Max Fueter
Jahr
1944
Material
Bronze auf Granitstele
Ort
Kocherpark, bei Fusstreppe rauf zur Laupenstrasse

Geschichte des Werks

Im Kocherpark, nahe der Fusstreppe hinauf zur Laupenstrasse, steht auf einer Stele aus Granit die bronzene Büste von Theodor Kocher. Der Bildhauer Max Fueter hat sie 1944 geschaffen. Nach der deutschsprachigen Wikipedia entstand das Bildnis im Auftrag der Stadt und der Burgergemeinde Bern.

Kocher kam 1841 in Bern zur Welt und starb 1917 in seiner Heimatstadt. Für seine Forschungen zur Chirurgie und Physiologie der Schilddrüse erhielt er 1909 als erster Chirurg den Nobelpreis für Medizin. Bern ehrte ihn mehrfach: Kurz nach seinem Tod bekam die Inselgasse den Namen Kochergasse, und beim Haupteingang des Inselspitals steht seit 1927 eine weitere Büste, ein Werk von Karl Hänny.

Den Anlass für den Park gab ein Testament. Albert Kocher, einer der Söhne des Chirurgen, vermachte 1941 ein Grundstück an der Belpstrasse der Burgergemeinde, verbunden mit der Auflage, daraus einen öffentlichen „Theodor-Kocher-Park“ zu machen. Die Burgergemeinde überliess das Land noch im selben Jahr der Einwohnergemeinde, die den Garten anlegen liess und eine Bronzebüste dazu bestimmte. Eingeweiht wurden Park und Denkmal am 19. September 1944. Eine Masterarbeit der Ostschweizer Fachhochschule beschreibt den Ort als Zusammenschluss zweier früherer Villengärten im Stil englischer Landschaftsgärten, die erst 1993 zu einer Anlage von rund einem Hektar verbunden wurden.

Fueter (1898–1983) wurde laut dem Historischen Lexikon der Schweiz und der Wikipedia in Konolfingen geboren, das Künstlerlexikon SIKART nennt dagegen Bern. Er besuchte ab 1918 die Gewerbeschule, lernte Figurenzeichnen bei Ernst Linck und Victor Surbek und arbeitete später in Berlin und Rom. Von 1950 bis 1954 sass er in der städtischen Kunstkommission. Nach SIKART machen Bildnisköpfe und Büsten etwa die Hälfte seines Werks aus.

Der Park hat seither bewegte Zeiten erlebt: Bis zur Schliessung am 31. März 1992 traf sich hier die offene Drogenszene, seit 2017 finden wieder öffentliche Veranstaltungen statt. Wer beide Kocher-Büsten sehen möchte, kann jene von Fueter mit der älteren von Hänny beim Inselspital vergleichen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Theodor Kocher · Wikipedia (de): Kocherpark · Wikipedia (de): Max Fueter · Historisches Lexikon der Schweiz: Fueter, Max (Tapan Bhattacharya) · SIKART: Max Fueter (Johanna Strübin Rindisbacher) · OST Ostschweizer Fachhochschule: Kocherpark Bern – Parkpflegewerk (Masterarbeit 2017, Abstract) · Wikimedia Commons: Bronzebüste Theodor Kocher (Max Fueter 1944)

Lage in Bern
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Kocherpark, bei Fusstreppe rauf zur Laupenstrasse

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.