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Kunst in Bern · Bauwerk

Bauernhaus Isenschmidhof an der Glockenstrasse 5

Der Isenschmidhof an der Glockenstrasse 5 in Bümpliz ist ein Riegbau von 1842 mit grosser Ründi und heute Teil eines Kultur- und Wohnortes.

Bauernhaus Isenschmidhof an der Glockenstrasse 5, Bern
Foto: Roland Zumbuehl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Glockenstrasse 5
Baujahr
1842; Erweiterung des Wirtschaftsteils 1908
Architekt
unbekannt; Umbau 2021/22–2025 Urech und Overhage & Roggo
Stil
Berner Bauernhaus in Riegbauweise mit Ründi
Heute
Kultur- und Wohnort „KulturGut“ mit Kaffeebar, Kunstraum und Ateliers
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Mitten in Bümpliz, das lange ein Bauerndorf war, steht an der Glockenstrasse 5 ein mächtiges Fachwerkhaus. Unter dem weit heruntergezogenen Dach öffnet sich die Ründi, der für das Berner Bauernhaus typische hölzerne Bogen unter dem Giebel. Das Riegwerk ist grau gestrichen, die Felder dazwischen ockergelb; diese Farbfassung ist jünger als das Haus. Die Fenster der Hauptfassade sind regelmässig und symmetrisch angeordnet.

Im Feld der Ründi steht die Jahreszahl 1842. Darunter sind zwei Wappen in bekränzten Ovalen gemalt. Das eine ist das Wappen von Bümpliz; beim zweiten gehen die Angaben auseinander: Das Bauinventar der Stadt Bern hält es für das Wappen der Familie Isenschmid, Wikipedia beschreibt die Darstellung eines Schmieds. Nach der letzten Familie, die den Hof bewirtschaftete, ist das Haus benannt. Gebaut wurde es auf den Fundamenten eines Vorgängers, aber um 90 Grad gedreht. Auch die seitlichen Lauben im oberen Geschoss sind bemalt, mit Blumenmotiven, die ausgesägte Holzverzierungen nachahmen.

1908 wurde der Wirtschaftsteil im Nordwesten zu einem sehr grossen Querbau aus Fachwerk und Sichtbackstein erweitert, nach Wikipedia als Folge eines Brandes. Zum Hof gehören das Stöckli an der Glockenstrasse 3, um 1840 entstanden, und ein Speicher von 1749, der 1924 an seinen heutigen Platz an der Glockenstrasse 5b versetzt wurde. Zusammen bilden die drei Bauten einen Hofraum, in dem sich Reste einer Pflästerung, ein Garten, die Hocheinfahrt zur Tenne und die Hofstatt erhalten haben.

Die Stadt Bern liess das Ensemble von den Architekten Urech und Overhage & Roggo gesamthaft sanieren und umbauen; Wikipedia nennt die Jahre 2021 bis 2025, Open House Bern 2022 bis 2025. Seither ist der Hof ein Ort für Kultur und Wohnen: Im Erdgeschoss des Haupthauses gibt es eine inklusive Kaffeebar und den Kunstraum Bern Bümpliz, im früheren Heustock elf Wohn- und Arbeitsateliers für Kulturschaffende.

Schauen Sie hinauf in die Ründi: Dort sind Baujahr und Wappen bis heute zu lesen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Glockenstrasse 5 · Wikipedia (de): Kulturgut (Bümpliz) · Open House Bern: KulturGut Glockenstrasse · Wikidata: Q114082874

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.