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Kunst in Bern · Bauwerk

Doppelwohnhaus an der Bümplizstrasse 120/122

Zwei zusammengebaute Wohnhäuser von um 1800 und um 1890 an der Bümplizstrasse in Bern-Bümpliz, mit Sodhaus, Wappen und Geschichte als alte Post.

Doppelwohnhaus an der Bümplizstrasse 120/122, Bern
Foto: Roland Zumbuehl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bümplizstrasse 120, Bümplizstrasse 120a, Bümplizstrasse 122
Baujahr
um 1800 (Nr. 120), um 1890 (Nr. 122)
Architekt
unbekannt
Stil
ländlicher Spätbarock (Nr. 120); Schweizer Holzstil (Nr. 122)
Früher
Post 1906–1912
Renovation
1987 Aussensanierung
Schutz
schützenswert; RRB 1981 (Nr. 120), RRB 2001 (Nr. 122)
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Bümplizstrasse, gegenüber dem Gasthof Sternen, stehen zwei aneinandergebaute Wohnhäuser, die zu den selten gewordenen Zeugen des alten Dorfes Bümpliz gehören. Das ältere Haus, Nr. 120, entstand um 1800. Es ist ein stattlicher Putzbau im Stil des ländlichen Spätbarocks unter einem geknickten Viertelwalmdach mit Ründi, der typischen Berner Bogenverschalung unter dem Giebel. Sandsteinelemente gliedern die Fassaden: genutete Ecklisenen, kräftige Gurtgesimse und auffallend schwer profilierte Fensterbänke.

Die Südostfront wird von breiten Lauben im Obergeschoss eingefasst, die eine auf vieleckigen Holzstützen, die andere auf einer Mauerzunge mit Tür. Im Ründifeld sind seit 1915 zwei Wappen aufgemalt: jenes der Gemeinde Bümpliz und eines, das die Familienwappen Jufer und Schmid verbindet. Damals war Bümpliz noch eine eigene Gemeinde; 1919 wurde es mit Bern vereinigt.

Vor dem Haus liegt ein halbrunder Garten mit dem Sodhaus Nr. 120A, einem kleinen Ständerbau über dem Brunnenschacht, der wohl ebenfalls um 1800 entstand. Es gehört zu den letzten Nebenbauten dieser Art in Bümpliz und erinnert daran, wie lebenswichtig die eigene Wasserstelle einst war. Davor steht ein Kalksteinbrunnen mit halbovaler Schale.

Um 1890 wurde auf der Nordwestseite quer das Haus Nr. 122 angebaut, ein solider Putzbau unter Satteldach mit Sandsteinrahmen und einem Eingangsvorbau auf Säulen, der oben als Terrasse dient; das Inventar ordnet ihn dem Schweizer Holzstil zu. Von 1906 bis 1912 diente das Gebäude als Post. 1987 wurde das Äussere saniert. Beide Häuser stehen unter Schutz (Regierungsratsbeschlüsse 1981 für Nr. 120 und 2001 für Nr. 122) und gehören zur Baugruppe Alt-Bümpliz. Zusammen mit dem Sternen, dessen Kern um 1600 entstand, prägen sie den Strassenraum; die Einfriedung mit den alten Torpfosten hält dabei Abstand zur Strasse. Achten Sie auf die bemalte Ründi.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bümplizstrasse 120, 120A, 122 · Historisches Lexikon der Schweiz: Bümpliz · Bauinventar der Stadt Bern: Bümplizstrasse 121 (Gasthof Sternen) · Wikidata: Q114084312

Lage in Bern
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Bümplizstrasse 120

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