Bürogebäude an der Jungfraustrasse 1
Das Bürogebäude an der Jungfraustrasse 1 in Bern baute Frank Geiser 1965–67 als Glas- und Aluminiumkubus nach dem Vorbild von Mies van der Rohe.

- Adresse
- Jungfraustrasse 1
- Baujahr
- 1965–1967 (Projekt 1963)
- Architekt
- Frank Geiser, Bern
- Stil
- Nachkriegsmoderne in der Tradition von Mies van der Rohe
- Heute
- Botschaft Argentiniens; Kulturgut von nationaler Bedeutung (A)
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Im Kirchenfeld, einem Quartier mit vielen Villen, steht an der Jungfraustrasse 1 ein Bau, der ganz anders aussieht als seine Nachbarn: ein dreigeschossiger Kubus mit flachem Dach, dessen Fassaden auf allen Seiten gleich sind, aus Glas und Leichtmetall. Geplant hat ihn der Berner Architekt Frank Geiser für die MOBAG Immobilien AG aus Zürich. 1963 lagen Projekt und Baubewilligung vor, gebaut wurde von 1965 bis 1967.
Das Haus steht an der Stelle der historistischen Villa Eichhalde. Konstruktiv ist es ein Skelettbau aus Stahlbeton. Grundriss und Ansicht folgen einem einheitlichen Raster. In der Mitte liegt ein Kern mit Treppen, Liften und Leitungen, darum herum lassen sich die Büroflächen frei einteilen. Die Fassade ist als vorgehängte Hülle aus Glas und Aluminium ausgeführt, als sogenannte Curtainwall, und sieht auf allen vier Seiten gleich aus.
Die städtische Denkmalpflege beschreibt die Haltung des Gebäudes als zeittypisch leicht unterkühlte Eleganz und stellt es in die Tradition der Architektursprache, die Ludwig Mies van der Rohe entwickelt hatte. Ein vergleichbares, aber kleineres Bürohaus hatte Geiser schon 1962/63 an der Thunstrasse 73 gebaut. Im Kulturgüterinventar des Bundes ist das Gebäude als Objekt von nationaler Bedeutung eingetragen.
2001/02 wurde die Fassade saniert und die Verglasung ersetzt, nach Plänen von Burckhardt + Partner im Auftrag der Eichhalde AG. Heute hat hier die Botschaft Argentiniens ihren Sitz. Wer davorsteht, sollte auf das gleichmässige Raster der Fassade achten: Es verrät, dass das ganze Haus auf einem einzigen Mass aufgebaut ist.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Jungfraustrasse 1 · KGS-Inventar (BABS): Bürogebäude, KGS 16933, Kategorie A · Cancillería Argentina: Embassy in Switzerland · Wikidata Q118931158
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