Reiheneinfamilienhäuser an der Florastrasse 15–25
Sechs zusammengebaute Einfamilienhäuser von 1897 an der Florastrasse im Berner Kirchenfeld, mit verspieltem neubarockem Dach zur Jungfraustrasse.

- Adresse
- Florastrasse 15, Florastrasse 17, Florastrasse 19, Florastrasse 21 …
- Baujahr
- 1897
- Architekt
- Eduard von Rodt, Bern (zugleich Bauherr)
- Stil
- Späthistorismus mit neubarocker Dachgestaltung
- Schutz
- schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld; Dienstbarkeitsvertrag 1994 (Nr. 15)
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Zwischen Florastrasse und Jungfraustrasse steht eine Zeile aus sechs aneinandergebauten Einfamilienhäusern. Sie liegt hinter einem rund 15 Meter tiefen Garten, und präzise geschnittene Hecken rahmen die einzelnen Parzellen. Jedes Haus ist zwei Fensterachsen breit. Über den vier mittleren Häusern liegt ein gemeinsames Satteldach, das gegen Nordosten als Mansarde ausgebaut ist; die beiden kräftigen Eckhäuser tragen hohe Walmdächer mit gekapptem First.
Entworfen hat die Reihe 1897 der Berner Architekt Eduard von Rodt, der auch als Bauherr eingetragen ist. Von Rodt baute im Kirchenfeld zahlreiche Wohnhäuser; das Bauland hatte er von der Berne Land Company erworben, die das Quartier ab 1881 erschloss. Die Fassaden gliedern Lisenen aus Sichtbackstein an den Hauskanten und breite Sägezahngesimse. Backsteinfelder fassen die Fenster jeder Achse zusammen, und alle Öffnungen haben Einfassungen aus Sandstein.
Am lebendigsten ist die Dachzone zur Jungfraustrasse. Bei den Eckbauten schwingt die Traufe in einem Segmentbogen nach oben und schafft Platz für ein Dreierfenster. Die Zwischenhäuser haben Rundbogengauben mit Verdachung, die beiden Mittelhäuser breite Quergiebel mit kleinen Walmdächern. Urnen und Kugeln auf Traufe und First geben der ganzen Zeile einen neubarocken Zug. Auf dieser Seite ist der Zustand der Bauzeit erhalten; nur Nr. 19 bekam 1935 leichte Gitterbalkone.
Erschlossen werden die Häuser von der Florastrasse aus, wo die mittleren Bauten kleine halbrunde Zwerchgiebel zeigen. Hier haben spätere Dachaufbauten an Nr. 19 bis 23 und eine Veranda mit Wintergarten am Kopfbau Nr. 15 von 1994 das Bild verändert; am ursprünglichsten ist Nr. 17. Die städtische Denkmalpflege stuft die Zeile als schützenswert ein und zählt sie zur Baugruppe Kirchenfeld. Den besten Blick auf die geschwungene Dachlandschaft hat man von der Jungfraustrasse.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Florastrasse 15–25 · Wikidata: Q128697488 · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern
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