Kapelle der Apostolischen Kirchgemeinde an der Helvetiastrasse 23
Neuromanische Kapelle von 1894 an der Helvetiastrasse im Berner Kirchenfeld, gebaut für die Apostolische Kirchgemeinde, 2010 unterirdisch erweitert.

- Adresse
- Helvetiastrasse 23
- Baujahr
- 1894; Sakristei 1922; Erweiterung 2010
- Architekt
- unbekannt; Erweiterung 2010 Severin K. Maurer, Kerzers
- Stil
- Neuromanik
- Bauherrschaft
- Apostolische Kirchgemeinde (Ed. Bühler)
- Schutz
- schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Helvetiastrasse steht zwischen Wohnhäusern eine kleine Kapelle, die ihren Giebel der Strasse zuwendet. Sie wurde 1894 im neuromanischen Stil gebaut und steht auf einem hohen Sockel aus vieleckigen Kalksteinbrocken. Breite Lisenen im Eckverband rahmen die Fassaden, reichen aber nicht über den Sockel hinab. Die Eingangsseite nimmt ein rundbogiges Portal auf, dessen Tür mit Masswerkblenden verziert ist. Davor steht eine Vorhalle mit Dreieckgiebel auf dünnen Säulen, die frühgotischen Vorbildern folgen.
Jede Längsseite hat vier hohe Rundbogenfenster; ihre Verdachungen laufen an beiden Enden in eingerollte Voluten aus. Dazwischen sitzen Lisenen aus Backstein, die unter dem Dach durch einen Rundbogenfries zu Feldern zusammengefasst sind. Im Osten schliesst ein dreiseitiger Chor mit Rundbogenfenstern an; ihre Gewände tragen eingestellte Säulen auf Kissenbasen, die Stürze sind mit Rund- und Spiralstäben geschmückt.
Bauherrin war die Apostolische Kirchgemeinde; das Bauinventar nennt in Klammern den Namen Ed. Bühler, der Architekt ist nicht bekannt. Laut Inventar ist die Kapelle im Zustand der Bauzeit erhalten. 1922 wurde an der Südostecke eine Sakristei angebaut, und 2010 kam ein unterirdischer Erweiterungsbau mit Gemeinschaftsräumen hinzu, entworfen vom Architekten Severin K. Maurer aus Kerzers. Auch die ursprüngliche Umzäunung mit abgeschrägten Pfosten ist noch vorhanden.
Die Kapelle gehört zum Kirchenfeld, das ab 1881 nach einem verbindlichen Quartierplan erschlossen wurde. Die englische Berne-Land-Company, die dafür die Kirchenfeldbrücke baute, hatte sich verpflichtet, Land für öffentliche Bauten und Kirchen unentgeltlich abzutreten. Das Gebäude ist als schützenswert eingestuft und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Achten Sie auf die Vorhalle mit ihren schlanken Säulen: Sie wirkt fast zierlich vor dem schweren Steinsockel.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Helvetiastrasse 23 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern · Wikidata: Q128549184
Bauten in der Nähe
Doppelwohnhaus an der Hallwylstrasse 24/2640 mGymnasium Kirchenfeld100 mMuseum für Kommunikation130 mWohnhaus an der Luisenstrasse 30130 mVilla an der Museumstrasse 12140 mEvaKunstwerk · 80 mForum AltoKunstwerk · 80 mMädchengruppeKunstwerk · 100 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.