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Kunst in Bern · Bauwerk

Ehemaliges Pförtnerhaus an der Marienstrasse 11a

Ein kleines Nebengebäude von 1887 an der Marienstrasse im Berner Kirchenfeld, einst Kutscherhaus mit Pferdestall der Villa nebenan.

Ehemaliges Pförtnerhaus an der Marienstrasse 11a, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 11a
Baujahr
1887 (Bauinventar, Wikidata; Objektbezeichnung nennt 1889)
Architekt
Eduard von Rodt, Bern
Heute
1992 zu Wohnräumen ausgebaut
Schutz
schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
Ursprüngliche Nutzung
Kutscherhaus mit Pferdestallungen der Villa Marienstrasse 11
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Im baumbestandenen Garten an der Marienstrasse 11 steht, der grossen Villa nach Südwesten vorgelagert, ein kleines und gedrungenes Haus. Es hat zwei Geschosse und ein Walmdach mit Knäufen am First. Auf jeder der vier Seiten sitzt ein spitzer kleiner Quergiebel, und der Giebel zur Strasse trägt einen Pferdekopf. Das Erdgeschoss ist verputzt und mit Werkstein gegliedert, darüber liegt ein niedriges Halbgeschoss aus Fachwerk, in Bern Rieg genannt.

Der Pferdekopf erinnert an die ursprüngliche Aufgabe. Die städtische Denkmalpflege führt den Bau als ehemaliges Pförtnerhaus und beschreibt ihn zugleich als einstiges Kutscherhaus mit Pferdestallungen, das zur benachbarten Villa gehörte. Beide Gebäude entwarf Eduard von Rodt (1849–1926), ein Berner Architekt, der auch als Historiker arbeitete und von 1881 bis 1894 das Historische Museum Bern leitete. Im Kirchenfeld, das ab 1881 von der Berne Land Company erschlossen wurde, hatte er selbst Bauparzellen gekauft. Die Villa im Stil der deutschen Renaissance gilt dem Inventar als eine der Hauptleistungen der ersten Bauetappe des Quartiers.

Als Baujahr nennen das Bauinventar und Wikidata 1887; die Objektbezeichnung auf Wikidata lautet dagegen „Pförtnerhaus (1889)“. Später wurden Stall und Remise als Garagen gebraucht. 1946 kamen ein Umbau von Terrasse und Mansarden sowie ein Anbau hinzu, 1992 wurden die früheren Garagen zu Wohnräumen umgebaut. Bei dieser Arbeit wurde das Äussere vereinfacht, und die gemalte Dekoration in den Fachwerkfeldern ging verloren.

Zusammen mit der Villa im Nordosten bildet das kleine Haus ein Ensemble, und mit seinem Garten prägt es das Bild der Strasse. Die Denkmalpflege stuft es als schützenswert ein und zählt es zur Baugruppe Kirchenfeld; auch der Aussenraum ist von denkmalpflegerischem Interesse. Wer vorbeigeht, sollte nach dem Pferdekopf im Strassengiebel Ausschau halten.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 11A · Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 11 (Villa) · Wikidata: Q106351595 · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern

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Marienstrasse 11a

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.