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Kunst in Bern · Bauwerk

Drei Etagenwohnhäuser an der Thunstrasse 32–36

Die drei Etagenwohnhäuser an der Thunstrasse 32–36 im Berner Kirchenfeld entwarf Alexandre Béguin 1899 in Neurenaissance mit ersten Jugendstilformen.

Drei Etagenwohnhäuser an der Thunstrasse 32–36, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Thunstrasse 32, Thunstrasse 34, Thunstrasse 36
Baujahr
1899
Architekt
Alexandre Béguin, Bern
Stil
Neurenaissance mit Louis-XIII-Anklängen, Nr. 36 mit Jugendstil
Heute
Wohnhäuser
Bauherrschaft
J. Müller, Bauunternehmer, Bern
Schutz
Regierungsratsbeschluss 1981
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Thunstrasse, der Hauptachse des Kirchenfelds, steht eine Reihe aus drei Etagenwohnhäusern unter mächtigen Mansartdächern. Der Sockel besteht aus Granitplatten, die Obergeschosse aus sichtbarem Backstein mit Bändern und Einfassungen aus Sandstein. Das Bauinventar bezeichnet die Reihe als äusserst aufwendig gestaltete Neurenaissance mit Anklängen an den Stil Louis XIII.

Entworfen hat die Häuser 1899 der Berner Architekt Alexandre Béguin, gebaut wurden sie für den Bauunternehmer J. Müller. Die beiden Endbauten haben an der Ecke je einen Risalit unter einem steilen, quer gestellten Walmdach mit reichen Aufsätzen und hohen Giebelgauben. Gegen die Thunstrasse hängt daran ein zweigeschossiger, vieleckiger Erker aus Eisen. Bei Nr. 32 ruht sein Korb auf einer Maske mit Voluten; zwischen den Fenstern der Obergeschosse sitzen Fratzen, sogenannte Maskarone.

Nr. 34 in der Mitte ist einfacher gehalten. Nr. 36 dagegen folgt zwar dem Aufbau von Nr. 32, zeigt aber schon deutlich den Jugendstil: Ihr Erker hat abgerundete Kanten und steht auf einem Fuss mit Pflanzenreliefs, und dieselben Reliefs schmücken Attika und Balkonkonsolen. Auf der Rückseite liegen dreigeschossige Veranden aus Eisen.

Seit 1981 steht die Reihe unter Schutz. 1980 wurde sie nach denkmalpflegerischen Grundsätzen restauriert und erhielt eine Autoeinstellhalle; 2007 wurden in Nr. 32 und 34 Büros wieder zu Wohnungen umgebaut. Das Inventar beurteilt den Erhaltungszustand als hervorragend. Die Thunstrasse selbst ist das am besten erhaltene Element des Kirchenfeldplans von 1881; nach Nordwesten blickt man auf ihr genau auf die Mitte des ersten Bundeshauses.

Ein Vergleich lohnt sich: Stellen Sie sich vor die beiden Eckerker von Nr. 32 und Nr. 36 und achten Sie auf den Wechsel von kantigen Formen zu weichen Pflanzenmotiven.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Thunstrasse 32–36 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Kirchenfeld · Wikidata: Q106622373

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