Reihenmietshäuser an der Thunstrasse 33–39 und Dufourstrasse 23
Ein mächtiger Wohnblock von 1903 zwischen Dufourstrasse und Dählhölzliweg in Bern, mit Turmhelmen und runden Ecken mit Jugendstil-Anklängen.

- Adresse
- Dufourstrasse 23, Dählhölzliweg 8, Thunstrasse 33, Thunstrasse 35 …
- Baujahr
- 1903
- Architekt
- F. Ingold, Bern
- Stil
- Neurenaissance mit Jugendstil-Einflüssen
- Bauherrschaft
- Friedrich Marbach, Baumeister, Bern
- Schutz
- schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld; Dienstbarkeitsverträge 1989 (Nr. 39) und 1991 (Nr. 35)
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Zwischen Dufourstrasse und Dählhölzliweg zieht sich an der Thunstrasse ein grosser Wohnblock aus sechs zusammengebauten Häusern hin: Dufourstrasse 23, Thunstrasse 33 bis 39 und Dählhölzliweg 8. Mit seinen zwei gerundeten Ecken und der kräftigen Gliederung prägt er laut der städtischen Denkmalpflege das Bild der oberen Thunstrasse. Die Häuser stehen ohne Vorgarten und Zaun direkt am Gehweg.
Geplant hat den Block 1903 der Berner Architekt F. Ingold; als Bauherr ist der Baumeister Friedrich Marbach eingetragen. Auf einem Sockel aus Kalkstein folgt ein Erdgeschoss aus gebändertem Haustein, darüber verputzte Obergeschosse mit gebänderten Sandsteingliedern. Das voll ausgebaute Mansartdach wird vor allem durch mehrere Turmhelme mit Stangenaufsätzen belebt.
Die sechs Häuser sind unterschiedlich gross, und jedes hat eine eigene Fassade mit Balkongruppen, Erkern mit Helmdächern oder gekuppelten Fenstern. Dadurch ist die Front unregelmässig und asymmetrisch. Weil Sockel, gefugte Lisenen, Fenstereinfassungen und Verdachungen überall wiederkehren, zerfällt sie aber nicht, sondern gewinnt nach Ansicht der Denkmalpflege eine besondere Spannung.
Am meisten Aufmerksamkeit verdienen die Ecken, vor allem das Haus Dufourstrasse 23. Gerundete Balkone, ein kegelförmiges rundes Helmdach mit kleiner Kuppel und eine Vase auf dem Dach betonen die Ecke und lassen Schmal- und Längsseite ineinander übergehen. Darin zeigt sich der Jugendstil, der die strenge Neurenaissance-Gliederung mit den geschwungenen Linien der Balkongitter auflockert. Auch die Kartuschen über den Portalen und die Gitter an den Eingangstüren gehören dazu. 1989 wurden an Nr. 39 die Fenster erneuert, 1991 an Nr. 35 die Fassade saniert und das Dach ausgebaut; für beide Häuser bestehen seither Schutzverträge. Die Reihe ist schützenswert und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Achten Sie an der Ecke zur Dufourstrasse auf die kleine Kuppel.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Dählhölzliweg 8, Dufourstrasse 23, Thunstrasse 33–39 · Wikidata: Q106622763 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern
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