Ehemaliges Gebäude der Schweizerischen Mobiliar
Das ehemalige Gebäude der Schweizerischen Mobiliar an der Schwanengasse 14 und Bundesgasse 33 ist ein Verwaltungspalast von 1896 bis 1899.

- Adresse
- Bundesgasse 33, Schwanengasse 14
- Baujahr
- 1896–1899; Erweiterungen 1922 und 1934–1936
- Architekt
- Lindt & Hünerwadel; Erweiterung Stettler & Hunziker
- Stil
- Neubarock mit Anklängen an den Jugendstil
- Heute
- Verwaltungsgebäude der Stadt Bern
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Zwischen Bundesgasse, Schwanengasse und Sulgeneckstrasse folgt ein viergeschossiger Sandsteinbau mit Mansartdach den Strassen, im Grundriss zweimal abgewinkelt wie ein Blockrand. Eck- und Mittelrisalite treten kräftig hervor und tragen im Dach spitze Helme. Die beiden unteren Geschosse sind gebändert, darüber ziehen sich Blendbogen über zwei Stockwerke; die Fenster des zweiten Obergeschosses krönen Dreieck- und Segmentgiebel, die Risalite zeigen Pilaster und Balkone.
Die Schweizerische Mobiliar-Versicherungsgesellschaft liess das Haus an der Schwanengasse 14 von 1896 bis 1899 vom Büro Lindt & Hünerwadel bauen, das Paul Lindt und Ernst Hünerwadel 1893 gegründet hatten. Die Fassaden sind neubarock, doch in den üppig geschwungenen Formen der Bauplastik kündigt sich schon der Jugendstil an. 1922 kam entlang der Sulgeneckstrasse ein Flügel hinzu, der die alten Formen übernahm. 1934 bis 1936 erweiterten Stettler & Hunziker das Haus nach Westen um den Trakt Bundesgasse 33. Dieser fast 40 Jahre jüngere Teil hat eine gleichmässige Front ohne Rhythmisierung, übernimmt aber Höhe, Dachform, die waagrechte Zweiteilung der Fassade und die Farbe des Altbaus.
1986/87 bauten die Architekten Salera + Kuhn das Gebäude für die Stadtverwaltung um; zur gleichen Zeit entstand nebenan der neue Hauptsitz der Mobiliar. Von Mai 2014 bis November 2015 wurde das Haus gesamthaft erneuert. Dabei blieben Treppenhäuser und Korridore im ursprünglichen Zustand; neu sind unter anderem ein Treppenhaus im Südflügel und ein Aufenthaltsraum zwischen den Seitenflügeln. Seither arbeiten hier mehrere städtische Ämter, darunter Steuerverwaltung, Finanzverwaltung und Personalamt.
Im Hof hinter dem Haus steht ein grosser Baum, und dort hat sich ein kleines Stück der Contremauer erhalten, ein Rest der einstigen Stadtbefestigung, mit einem klassizistischen Brunnen aus Kalkstein. Mit seinen bewegten Fassaden setzt der Bau einen deutlichen Akzent in der sonst klassizistisch geprägten Bundesgasse. Er ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung und seit 1994 durch einen Beschluss des Regierungsrats geschützt.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schwanengasse 14 · Bauinventar der Stadt Bern: Bundesgasse 33 · Hochbau Stadt Bern: Bauflyer Gesamterneuerung Verwaltungsgebäude Bundesgasse 33 (Januar 2016) · Wikipedia (de): Paul Lindt · Wikidata: Q29651694
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