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Kleine Schanze

Die Kleine Schanze neben dem Bundeshaus ist ein Rest der Stadtbefestigung aus dem 17. Jahrhundert und seit etwa 1817 ein öffentlicher Park.

Kleine Schanze, Bern
Foto: Ginkgo2g, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Baujahr
Bastion um 1623, Park ab etwa 1817
Stil
Landschaftspark auf barocker Bastion
Heute
Öffentlicher Park der Stadt Bern
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B)

Über den Bau

Westlich des Bundeshauses, zwischen Bundesgasse und dem Hang über der Aare, liegt die Kleine Schanze. Heute ist sie ein Park mit Wegen, Rasen, einem Ententeich und einem Musikpavillon auf der höchsten Stelle. Dass hier einmal Soldaten standen, verrät noch die hohe Mauer, die unter der Europapromenade den Hang stützt: Sie stammt von der alten Befestigung.

Die Schanze gehörte zur letzten Stadtbefestigung, die Bern im 17. Jahrhundert im Westen der Altstadt anlegte. Geplant waren vier Bastionen; nach dem Historisch-topographischen Lexikon der Stadt Bern waren bis 1642 nur die Bastionen Christoffel und Wächter gebaut. Die Kleine Schanze ist der Rest der Bastion Wächter, die laut Wikipedia 1623 fertig wurde.

Um 1817 wurde die Anlage zu einer Promenade im englischen Landschaftsstil umgestaltet. Laut Wikipedia war sie damit die erste gärtnerische Umgestaltung einer barocken Befestigung in der Schweiz. Eine weitere grosse Umgestaltung folgte um 1875, nach dem Lexikon 1873/74. Dazu kamen nach und nach Denkmäler und Bauten: 1881 ein Alpenzeiger, 1891 der Konzertpavillon von Friedrich Schneider, 1909 das Weltpostdenkmal, für das auch der nördliche Steinhauerplatz neu gestaltet und mit dem Park verbunden wurde, und 1924 das Denkmal für den Flugpionier Oskar Bider. Seit 2006 heisst der breite Weg im Südosten Europapromenade.

Ab Mitte der 1980er-Jahre hielt sich hier die offene Drogenszene auf, bis die Polizei sie Ende 1990 auflöste. Danach wurde der Park nach und nach wieder zu einem Treffpunkt für alle. Die rund 16 700 Quadratmeter grosse Anlage gehört der Stadt und ist im Bauinventar als schützenswertes Ensemble aufgeführt. Von 2023 bis 2025 wurden Parkcafé und Park saniert; dabei wurde unter anderem die Wasserführung des Ententeichs neu gelöst, um viel Trinkwasser zu sparen.

Zur Eröffnung des Musikpavillons am 1. August 1891 gab es ein Festkonzert; danach nannte man die höchste Stelle der Bastion zeitweise den „Konzerthügel“.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Wikipedia (de): Schanzen (Bern) · Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern: Kleine Schanze (Burgerbibliothek Bern) · Plattform J: Kleine Schanze (18. März 2023) · Wikidata: Q1487222

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