Fellerstock
Der Fellerstock an der Abendstrasse 37 in Bern-Bümpliz ist ein Landsitz aus der Zeit um 1730, später aufgestockt und 1975/76 zum Schulhaus umgebaut.

- Adresse
- Abendstrasse 37
- Baujahr
- um 1730, Aufstockung um 1860 (Bauinventar) bzw. ab 1855 (Wikipedia)
- Architekt
- unbekannt; Aufstockung vermutlich Gottlieb Hebler
- Stil
- Barock, klassizistisch erweitert
- Heute
- Schulhaus Fellerstock (seit dem Umbau 1975/76)
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Mitten in der Grosssiedlung Fellergut in Bümpliz, umgeben von Wohnblöcken mit bis zu 19 Geschossen, steht ein zweigeschossiger Landsitz mit Säulenhalle und Walmdach. Der Fellerstock ist das letzte erhaltene Gebäude des alten Fellerguts und erinnert daran, wie das Gelände vor der Überbauung aussah.
Das Gut hiess bis 1877 Tscharnergut und gehörte im 17. Jahrhundert Viktor von Erlach, danach verschiedenen Berner Patrizierfamilien. 1877 kaufte es der Geometer Karl Feller-Sahli, seither trägt es den Namen Fellergut. Den Wohnstock datiert das Bauinventar auf um 1730; damals war er nur eingeschossig. Das Obergeschoss kam später dazu, vermutlich nach Plänen von Gottlieb Hebler. Das Bauinventar setzt diese Aufstockung um 1860 an, die Wikipedia nennt einen Auftrag an Hebler aus dem Jahr 1855.
Auf der Eingangsseite zieht sich ein Säulenperistyl über die ganze Breite der sieben Achsen. Über der Haustür sitzt ein wertvolles Gitter aus Schmiedeeisen. Die fünfachsige Gartenfront betont die Mitte mit einem Vorbau auf paarweise gestellten Säulen; sein Dach dient als Balkon. Die Fenster im Erdgeschoss sind korbbogig und verdacht, im Obergeschoss rechteckig mit Rahmen, die an Bilderrahmen erinnern. An den Schmalseiten stehen zweigeschossige Erker. Das Ergebnis ist ein barocker Bau, der durch die Erweiterung insgesamt klassizistisch wirkt.
Als die Siedlung Fellergut ab 1969 entstand, sollte der Stock einem modernen Schulhaus weichen. Er blieb in letzter Minute erhalten. 1975/76 folgten die Restaurierung und der Umbau zu einem Schulhaus. Der Garten wurde 1970 nach historischen Vorbildern rekonstruiert; das originale Gartentor an der Bümplizstrasse ist erhalten.
Schauen Sie sich auch die Nebenbauten an: ein gemauertes Ofenhaus und eine Remise mit reich verzierten Holzfassaden im Schweizer Holzstil. Zur Anlage gehört ausserdem die Granitskulptur „Verzasca“ von Hans Fischli aus dem Jahr 1975.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Abendstrasse 37, 37A, 37B · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Bümpliz-Bethlehem · Wikipedia (de): Gottlieb Hebler · Wikipedia (de): Fellergut · Wikidata: Q29651669
Bauten in der Nähe
Altes Dorfschulhaus Bümpliz170 mWohnhaus beim Schloss Bümpliz, Bümplizstrasse 93180 mWohnhaus von 1911 an der Lorbeerstrasse 12220 mSiedlung Tscharnergut300 mEhemalige Tuchfabrik Schild an der Fellerstrasse 11310 mVerzascaKunstwerk · 20 mVaseKunstwerk · 50 mohne TitelKunstwerk · 160 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.