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Wohnhaus von 1911 an der Lorbeerstrasse 12

Das Wohnhaus Lorbeerstrasse 12 in Bümpliz von 1911: Benjamin Clivio baute es im Juraquartier mit Turm, Loggia und hohem Mansartdach.

Wohnhaus von 1911 an der Lorbeerstrasse 12, Bern
Foto: Roland Zumbuehl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Lorbeerstrasse 12
Baujahr
1911, renoviert 2001
Architekt
Benjamin Clivio, Baumeister, Bümpliz (zugleich Bauherr)
Stil
Heimatstil mit neubarocken Elementen
Schutz
schützenswert, Baugruppe Juraquartier
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Ecke, wo die Lorbeerstrasse in die Brünnenstrasse mündet, steht ein Haus mit einem Turm, der zur Hälfte in den Baukörper hineingezogen ist. Entworfen und auf eigene Rechnung gebaut hat es 1911 der Bümplizer Baumeister und Unternehmer Benjamin Clivio. Das Haus gehört zum früheren Juraquartier, das Clivio fast allein errichtete: rund 30 Wohnhäuser, die ab etwa 1905 an der heutigen Heimstrasse, am Myrtenweg und bis 1912 an der Lorbeerstrasse entstanden. Die Lorbeerstrasse hiess damals nach ihm Benjaminweg.

Der Putzbau trägt ein hohes, verwinkeltes Mansartwalmdach. Die Hauptseite zur Lorbeerstrasse ist reich gegliedert: Zwischen einem Seitenrisalit und einer zweigeschossigen Loggia steht der Turm, im Obergeschoss teilweise achteckig, darüber mit einem achteckigen Helm. Die Loggia mit wechselnden Bogenformen auf Säulen aus Kunststein und einer Treppe in den Garten findet man bei fast allen Clivio-Häusern der Umgebung.

Über dem Seitenrisalit liegt ein Balkon unter einem Giebel, der wie eine Ründi verschalt ist, also mit dem gerundeten Holzbogen bernischer Bauernhäuser; die Brüstung ist mit stehenden Ochsenaugen gemustert. Der Eingang liegt auf der Nordostseite unter einem abgewalmten Vordach. Seitlich sitzen Fledermausgauben im Dach, und die Fensterläden haben herzförmige Ausschnitte.

Die Denkmalpflege sieht das 2001 renovierte Haus als weitgehend unverfälscht erhaltene, eigenständige Spielart des Heimatstils vor dem Ersten Weltkrieg, mit Anklängen an den Neubarock. Das Juraquartier als Ganzes dokumentiert nach ihrem Urteil den frühen Heimatstil und zugleich das Ende des dörflichen Bümpliz; als Auslöser für die Siedlung gilt der Bau der Bahnlinie Bern–Neuenburg.

Zum Bild gehören die stark begrünten Gärten, die sich durch das ganze Quartier ziehen. Schauen Sie aufs Dach: Die beiden ursprünglichen Kamine sind Teil der verspielten Silhouette.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Lorbeerstrasse 12 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Juraquartier · Wikidata: Wohnhaus von 1911

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Lorbeerstrasse 12

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