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Kunst in Bern · Bauwerk

Glurhaus

Das Glurhaus an der Weihergasse 17 im Berner Marzili ist ein Steinbau mit hohem Walmdach, im Kern aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, umgebaut 1743/44.

Glurhaus, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Marzilistrasse 1, Weihergasse 17, Weihergasse 17a
Baujahr
Kern Ende 16. Jh. (Bauinventar) bzw. 17. Jh. (Quartiergeschichte); Umbau 1743/44
Architekt
unbekannt; Sanierung 1995/96 Rolf Mühlethaler
Heute
Wohn- und Gewerbehaus, Kulturgut von regionaler Bedeutung
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Unten im Marzili, wo die Marzilibahn ihre Talstation an der Weihergasse hat, steht ein hohes Haus aus Sandsteinquadern mit dem Giebel zum Platz. Das Glurhaus wirkt wie ein Empfangsgebäude des Quartiers und gilt als sein ältester bestehender Bau.

Wie alt es genau ist, wird unterschiedlich angegeben. Das Bauinventar datiert den Kern auf das Ende des 16. Jahrhunderts, die Quartiergeschichte desselben Inventars auf das 17. Jahrhundert. Sicher ist ein grosser Umbau 1743/44. Damals ersetzte man die ursprünglichen gekuppelten Fenster durch vier Achsen hoher Rechteckfenster; im Giebelfeld flankieren zwei runde Ochsenaugen das obere Fenster.

Das Haus steht unter einem hohen, geknickten Viertelwalmdach. Aus der Entstehungszeit ist das Portal mit Verdachung an der Giebelseite erhalten; das Relief mit Wappen mitten auf der Front ist dagegen jünger. An der nordöstlichen Längsseite ist eine Wendeltreppe in den Bau einbezogen, ein baugeschichtlich interessantes Detail. Die seitlichen Lauben wurden mehrfach umgebaut und durch jüngere Riegbauten erweitert.

Dass es aus teurem Stein und mit mehreren Geschossen gebaut wurde, gab dem Haus ein herrschaftliches Aussehen. Es beherrschte einst die umliegenden Fluren und steht für die frühere Gewerbesiedlung an diesem Ort. Als vergleichbaren Bau nennt die Denkmalpflege den Landsitz Talgut in Ittigen.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde das Haus immer wieder verändert: ab 1820 im Innern, 1867 erhielt es einen Keller, 1955 ersetzte man den östlichen Anbau durch einen Neubau und baute das Café Marzili um. 1995/96 sanierte der Architekt Rolf Mühlethaler das Gebäude. Es ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Weihergasse 17, 17A, Marzilistrasse 1 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Marzili-Weissenbühl · Wikipedia (de): Marzilibahn · Wikidata: Q29651695

Lage in Bern
Auf der Karte

Marzilistrasse 1

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