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Kunst in Bern · Bauwerk

Heil- und Pflegeanstalt Waldau

Der Zentralbau der früheren Heil- und Pflegeanstalt Waldau an der Bolligenstrasse in Bern entstand 1851 bis 1855 nach Plänen von Gottlieb Hebler.

Heil- und Pflegeanstalt Waldau, Bern
Foto: Krol:k, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Bolligenstrasse 117
Baujahr
1851–1855 (Bauinventar) bzw. 1850–1855 (Wikipedia); eröffnet 18. November 1855
Architekt
Gottlieb Hebler
Stil
Akademischer Klassizismus
Heute
Zentralbau des Campus Bolligenstrasse (Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern)
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Nordostrand der Stadt steht an der Bolligenstrasse ein langer, streng gegliederter Bau, den man über eine Allee in der Mittelachse erreicht. Für das Bauinventar der Stadt Bern ist er der grösste Berner Bau im Stil des akademischen Klassizismus und zugleich einer seiner besten. Die Front des Querflügels gliedert sich in einen Mittelbau mit elf Fensterachsen und zwei Seitentrakte; in der Mitte tritt ein dreiachsiges Portal mit Balkon im ersten Stock und einem Dreieckgiebel hervor.

Gebaut wurde die Anlage als Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Waldau. Die Daten weichen leicht ab: Das Bauinventar nennt 1851 bis 1855, die Wikipedia 1850 bis 1855. Eingeweiht wurde sie am 18. November 1855. Den Namen Waldau schlug 1852 der Arzt Albrecht Tribolet vor, Präsident der Baukommission und erster Direktor der Anstalt. Architekt war Gottlieb Hebler, der vorher beim Bau der Nydeggbrücke gearbeitet hatte; empfohlen hatte ihn der Verwalter des alten Irrenhauses, Christian Losenegger. Die ursprünglich vierflüglige Anlage lehnt sich laut Bauinventar bewusst an barocke Krankenhaus- und Klosterbauten an.

Das Gelände hat eine lange Vorgeschichte: Schon 1491 wurde das Siechenhaus für Leprakranke hierher vor die Stadt verlegt, und 1749 eröffnete daneben das sogenannte Tollhaus. 1884 ging die Waldau an den Kanton über. 1967 erhielt sie den Namen Psychiatrische Universitätsklinik. Beim grossen Umbau von 1976 bis 1979 wurde nach dem Bauinventar der hintere Querflügel abgebrochen; die Wikipedia spricht für 1977 bis 1979 vom Abbruch der Innenhöfe zum Schermenwald hin.

Heute ist der Zentralbau Teil des Campus Bolligenstrasse der psychiatrischen Universitätsdienste, die seit Juli 2026 nach einer Fusion Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern heissen. Zur Anlage gehört laut Bauinventar ein Kunstwerk von Bernhard Luginbühl aus dem Jahr 1981, der „Silberschwan“ aus Eisen und Silber.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bolligenstrasse 117 · Wikipedia (de): Campus Bolligenstrasse des UPZ Bern · Wikipedia (de): Gottlieb Hebler · Wikipedia (de): Universitäres Psychiatrisches Zentrum Bern · Wikidata: Q14654120

Lage in Bern
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Bolligenstrasse 117

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