Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Museum für Kommunikation

Das Museum für Kommunikation an der Helvetiastrasse 16 im Kirchenfeld zog 1990 in den Neubau von Andrea Roost; gegründet wurde es 1907.

Museum für Kommunikation, Bern
Foto: Krol:k, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Helvetiastrasse 16
Baujahr
1986–1989 (Gebäude); Museum gegründet 1907
Architekt
Andrea Roost, Bern
Heute
Museum für Kommunikation, im Bauinventar erhaltenswert
Bauherr
Schweizerische Eidgenossenschaft (Generaldirektion PTT)
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), erhaltenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Helvetiastrasse im Kirchenfeld steht ein flacher, fast geschlossen wirkender Bau mit Kalksteinplatten an den Fassaden. Er ist L-förmig angelegt: Ein kurzer, eingeschossiger Flügel entlang der Strasse war für die Postfiliale des Quartiers bestimmt, der dreigeschossige Hauptflügel nach Westen enthält das Museum. Treppenhäuser und ein Warenlift sind als eigene Körper an den Kubus angesetzt oder halb in ihn hineingeschoben und geben den Fassaden ihre Akzente.

Das Gebäude entstand 1986 bis 1989 nach Plänen des Berner Architekten Andrea Roost für die Generaldirektion der PTT. Es ist ein Stahlbetonskelett mit vorgehängten Kalksteinfassaden. Gedacht war es als Teil eines grösseren Kulturgüterzentrums im unteren Kirchenfeld, das Burgergemeinde, Stadt und Kanton planten, aber nur in Ansätzen verwirklichten. Innen sind die Geschosse als dreischiffige Hallen organisiert; Erdgeschoss und erstes Obergeschoss verbindet eine Rampe zu einer zusammenhängenden Ausstellungsfläche. Die städtische Denkmalpflege führt den Bau als erhaltenswert und hebt Städtebau, Raumkonzept und Materialwahl hervor.

Das Museum selbst ist älter. 1893 erliess der spätere Oberpostdirektor Anton Säger eine erste Anweisung für ein Postmuseum, ab 1901 wurden gezielt Objekte gesammelt, und 1907 öffnete im Hauptpostgebäude am Bollwerk ein Postmuseum. 1933 zog es ins Untergeschoss des neuen Alpinen Museums am Helvetiaplatz, 1949 wurde es zum PTT-Museum. 1990 bezog es das eigene Haus an der Helvetiastrasse.

Als die PTT 1997 in Post und Swisscom aufgeteilt wurden, gründeten die beiden Unternehmen eine Stiftung, die das Haus seither als Museum für Kommunikation führt und neben der Post- und Fernmeldegeschichte die Kommunikation allgemein zeigt. 2017 eröffnete eine neue Kernausstellung, in der Vermittlerinnen und Vermittler das Gespräch mit dem Publikum suchen; dafür erhielt das Museum 2019 den Museumspreis des Europarates. Heute gehört es zum Museumsquartier Bern. Ein Detail an der Fassade: das Relief ‚Kommunikation‘ aus Chromnickelstahl von Peter Stämpfli, um 1986 entstanden.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Helvetiastrasse 16 · Wikipedia (de): Museum für Kommunikation Bern · Wikipedia (en): Museum of Communication (Bern) · Wikidata: Q1954633

Lage in Bern
Auf der Karte

Helvetiastrasse 16

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Villa an der Museumstrasse 12100 mHerrschaftliches Mietshaus an der Aegertenstrasse 1120 mGymnasium Kirchenfeld120 mKapelle der Apostolischen Kirchgemeinde an der Helvetiastrasse 23130 mBernisches Historisches Museum140 mNUR SENDER KANN MAN ORTENKunstwerk · 40 mEvaKunstwerk · 50 mErdbeer-MareiliKunstwerk · 70 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.