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Kunst in Bern · Bauwerk

Salemkirche

Die Salemkirche an der Schänzlistrasse 27 in Bern entstand 1949/50 für das Diakonissenhaus und ist mit ihrer ganzen Ausstattung original erhalten.

Salemkirche, Bern
Foto: Ginkgo2g, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Schänzlistrasse 27
Baujahr
1949–1950
Architekt
Bracher & Frey, Bern
Stil
Kirchenbau der Nachkriegszeit zwischen Moderne und Tradition
Heute
Kirche auf dem Areal der Stiftung Diaconis (früher Diakonissenhaus)
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

In einem stillen Winkel des Salem-Areals am Altenberg, umgeben von alten Bäumen, steht ein heller Putzbau unter einem flachen Kupferdach. Die schmalen Stirnseiten sind leicht nach aussen gewölbt, sodass der Giebel weich wirkt. An den Ecken stehen stahlblau gestrichene Betonpfeiler, Rahmen aus Kunststein teilen die weissen Wandflächen in hohe Felder. Weil die Kirche am Hang liegt, tritt auf drei Seiten ein Untergeschoss mit einem kleinen Saal hervor.

Bauherrin war die Stiftung Berner Diakonissenhaus, entworfen haben die Kirche die Berner Architekten Bracher & Frey; gebaut wurde sie 1949/50. Das Diakonissenhaus hatte 1888 das Salem-Spital eröffnet, und seine Pflegeschule wurde 1933 vom Schweizerischen Roten Kreuz anerkannt. Heute heisst die Stiftung Diaconis; 2019 feierte sie laut SRF ihr 175-jähriges Bestehen.

Seitlich, nahe beim Chor, treten zwei querschiffartige Vorbauten mit eigenem Dach hervor. Ihre Fenster aus Beton und Glas bringen in drei Bahnen Licht in den Chor. Über der Sakristei im Westen öffnet sich eine Loggia, vermutlich die Glockenstube. Den Haupteingang markiert ein frei stehendes, flaches Vordach auf Eisenstützen. Im leicht erhöhten Chor sind Kanzel, Altartisch und Taufstein aus grauem Marmor gearbeitet, die Decke ist eine abgehängte Holzkonstruktion mit Kassetten.

An der Ostwand zeigen vier bemalte Glasfenster von Norden nach Süden die Verkündigung, die Salbung in Bethanien, die Fusswaschung und Ostern. Das Osterfenster trägt die Signatur von Leo Steck und das Jahr 1952; im ersten Fenster erinnert eine Inschrift an Laura Lehmann-Kranz. Das Bauinventar hebt hervor, dass hier moderne und herkömmliche Elemente im Gleichgewicht stehen und dass die Kirche mitsamt ihrer Ausstattung vollständig im Originalzustand erhalten ist.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schänzlistrasse 27 · SRF News, 17. Januar 2019: 175 Jahre Berner Diakonie · Wikidata: Q55412440

Lage in Bern
Auf der Karte

Schänzlistrasse 27

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.