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Kunst in Bern · Bauwerk

Schreinerei-Werkstatt an der Gerberngasse 21a

Ein kleines Werkstatthaus von 1941/42 am Gewerbekanal in der Berner Matte, gebaut für einen Schreinermeister und sorgfältig gestaltet.

Schreinerei-Werkstatt an der Gerberngasse 21a, Bern
Foto: Cmdr Zod, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Gerberngasse 21a
Baujahr
1941–1942
Architekt
A. Ghielmetti, Bern
Stil
schlichter Werkstattbau mit klassizistischen Zügen
Bauherrschaft
Fritz Stirnemann, Schreinermeister, Bern
Schutz
schützenswert, Baugruppe Matte
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Im Hof hinter der Gerberngasse, unmittelbar am Gewerbekanal der Matte, steht ein kleines Haus, das auf den ersten Blick bescheiden wirkt. Es wurde 1941/42 auf einer früheren Gartenparzelle errichtet. Mit der hinteren Giebelseite lehnt es sich an das Hofhaus Gerberngasse 19A, und an der südlichen Grenze steht es mit seiner Brandmauer teilweise über dem Kanal.

Bauherr war der Berner Schreinermeister Fritz Stirnemann, die Pläne zeichnete der Architekt A. Ghielmetti. Im massiv gebauten Erdgeschoss liegt ein einziger Werkraum; das Obergeschoss ist eine verkleidete Holzkonstruktion. Die Verschalung aus Brettern ist hinterlüftet und mit genau gesetzten Fugen gegliedert. An der Giebelseite sitzen unten drei grosse Fenster symmetrisch nebeneinander, darüber eine Dreiergruppe, die an eine vereinfachte Serliana erinnert, also ein Motiv aus einer mittleren Bogenöffnung und zwei schmalen Seitenöffnungen. Auch die Sprossen der Fenster sind sorgfältig gestaltet. Das Ganze wirkt nach dem Urteil der Denkmalpflege ruhig, klassisch und zugleich zeitlos modern.

Eine Abweichung von den Bauplänen ist sichtbar: Vor der Aufzugsöffnung im Obergeschoss sitzt heute eine Verglasung statt der vorgesehenen zwei Läden. Das Haus gehört zu einer Gruppe klassizistischer kleiner Gewerbebauten im unteren Teil von Wasserwerkgasse und Kanalgasse.

Holzhandwerk hat in der Matte eine lange Tradition, weil Flösserei und Säge an der Aare lagen; im 19. und frühen 20. Jahrhundert arbeiteten hier mehrere Schreinereien und Möbelfabriken. Der Gewerbekanal, an dem die Werkstatt steht, ist schon auf einer Stadtansicht von 1638 zu sehen und trieb zeitweise rund zwei Dutzend Wasserräder an. Das Gebäude ist schützenswert und gehört zur Baugruppe Matte. Achten Sie auf die feine Fugenteilung der Bretter im Obergeschoss.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Gerberngasse 21A · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Matte · Wikidata: Q139701402

Lage in Bern
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Gerberngasse 21a

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