Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Unterwerk Schosshalde

Das Unterwerk Schosshalde an der Bürglenstrasse 73 in Bern ist ein Bau der Stromversorgung von 1951/52 mit Backsteinfassade und farbigem Mosaik.

Unterwerk Schosshalde, Bern
Foto: Rudolf H. Boettcher, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Bürglenstrasse 73
Baujahr
1951–1952
Architekt
Willi Althaus, Bern
Stil
Moderne der 1950er Jahre
Heute
Unterwerk von Energie Wasser Bern, im Bauinventar als schützenswert eingestuft
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am östlichen Stadtrand, nicht weit von der Autobahn und dem Zentrum Paul Klee, steht an der Bürglenstrasse 73 ein Zweckbau, der mit mehr Sorgfalt gestaltet ist, als man es von einer Anlage der Stromversorgung erwarten würde. Das Unterwerk Schosshalde entstand 1951 und 1952 nach Plänen des Berner Architekten Willi Althaus (1912–1996). Bauherrschaft waren die Einwohnergemeinde Bern und die EWB, heute Energie Wasser Bern.

Die Anlage besteht aus zwei Flügeln, die im rechten Winkel aneinanderstossen. Beide tragen flach geneigte Walmdächer, deren Unterseiten weit vorstehen und gegliedert sind. Der höhere Teil ist das Transformatorengebäude: Seine Wände aus unverputztem Backstein werden von nach oben schmaler werdenden Betonpfeilern in gleichmässige Felder geteilt. Erst im obersten Teil öffnet sich dieser Baukörper mit einer Reihe liegender, breiter Rechteckfenster; zwei davon sind nur Blindfenster. Der verputzte Querflügel ist ein Geschoss niedriger. Er nahm eine Montagehalle, eine Werkstatt und Aufenthaltsräume auf, und im Obergeschoss läuft ein durchgehendes Fensterband über die Fassade.

Der Eingang ist tief in den Baukörper eingeschnitten, und hier liegt das Detail, das den Weg lohnt: Rund um das grosse Tor zieht sich ein Wandmosaik aus Majolikaplatten und glasierten Ziegelsteinen. Entworfen hat es der Maler Albert Neuenschwander (1902–1984), hergestellt wurde es von der Firma Kohler Keramik in Biel-Mett. Das Bauinventar der Stadt führt das Werk ohne Titel, andere Angaben nennen es „Elektrizität“.

Später wurde der Bau mehrfach angepasst. 1981 setzte man Fenster aus Panzerglas ein, wobei die ursprüngliche Sprossenteilung verloren ging; 1984 kam ein Notausstieg dazu. 2007 und 2008 sanierten H + R Architekten aus Münsingen das ganze Gebäude für Energie Wasser Bern. Die städtische Denkmalpflege stuft das Unterwerk als schützenswert ein und sieht darin ein typisches Beispiel der 1950er Jahre, dessen Fassaden bis in die Einzelheiten durchdacht sind. Gleich nebenan stehen eine Scheune und ein Speicher des einstigen Wysslochguts, die auf 1605 datiert werden.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bürglenstrasse 73 · Wikipedia (de): Unterwerk Schosshalde · mural.ch: Albert Neuenschwander · Wikidata: Q137646023

Lage in Bern
Auf der Karte

Bürglenstrasse 73

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Wysslochgut: Scheune und Speicher an der Schosshaldenstrasse 7660 mZentrum Paul Klee170 mLandsitz Schöngrün260 mNebengebäude des Landguts Bürenstock300 mLandsitz Bürenstock300 mElektrizitätKunstwerk · 30 mZug / LineamentKunstwerk · 150 mLabiler WegweiserKunstwerk · 170 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.