Nebengebäude des Landguts Bürenstock
Das Nebengebäude des Bürenstocks an der Schosshaldenstrasse 58 entstand 1853 nach Plänen von Gottlieb Hebler und schliesst mit dem Herrenhaus einen Hof.

- Adresse
- Schosshaldenstrasse 58, Schosshaldenstrasse 58a
- Baujahr
- 1853 (Jahreszahl am Sturz)
- Architekt
- Gottlieb Hebler, Bern
- Heute
- Wohnhaus (Umbau 1989/90)
- Bauherr
- Otto von Büren
- Schutz
- schützenswert; ISOS national, Erhaltungsziel A
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Das Landgut Bürenstock an der Schosshaldenstrasse, früher Schosshaldengut genannt, entstand um 1737 und gilt der städtischen Denkmalpflege als einer der am besten erhaltenen Landsitze Berns. Zum Gut gehört das Nebengebäude Nummer 58/58a. Es steht in der Verlängerung des Herrenhauses (Nummer 56) und schliesst mit diesem einen Hof.
Der Bau ist ein Fachwerkhaus unter Satteldach, das sich bewusst an Berner Bauernhäuser anlehnt: Die Giebel tragen mit Schindeln verkleidete Ründen, die typischen gerundeten Holzverschalungen unter dem Dachvorsprung. Die Hauptseite ist die symmetrische Giebelfront gegen den Bürenstock. Genutete Ecklisenen fassen ein Erdgeschoss aus Sandstein mit drei hohen Fenstern ein. In der Mitte sitzt eine Blende, in deren Sturz die Jahreszahl 1853 eingeritzt ist – ein Detail, das man von der Strasse aus suchen kann. Auch das Dach ist reich mit Holzschmuck versehen.
Ursprünglich lagen im Erdgeschoss ein Pferdestall, eine Remise und Zimmer für Knechte, im quer angebauten Teil eine Sattelkammer. Das Obergeschoss beherbergte einen Betsaal der Evangelischen Gesellschaft. Bauherr war Otto von Büren (1822–1888), der das Schosshaldengut seiner Familie bewirtschaftete, von 1864 bis 1887 Stadtpräsident von Bern war und lange im National- und im Grossen Rat sass. Als Architekt nennt das Bauinventar Gottlieb Hebler (1817–1875), der zur selben Zeit die psychiatrische Anstalt Waldau baute und später die Häuserzeile an der Bundesgasse errichtete.
1962 kam ein Schafstall dazu. 1989/90 wurde die ganze Anlage ausser dem Schafstall sorgfältig saniert und zu Wohnungen umgebaut, wobei die ursprüngliche Gestaltung der Fassaden weitgehend erhalten blieb. Das Gebäude ist als schützenswert eingestuft, und das Bundesinventar ISOS führt die Umgebung mit dem höchsten Erhaltungsziel.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schosshaldenstrasse 58, 58A · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schosshaldengut · Historisches Lexikon der Schweiz: Otto von Büren · Wikipedia (de): Gottlieb Hebler · Wikidata: Q138859098
Bauten in der Nähe
Landsitz Bürenstock20 mHaus Amonn110 mLandhaus Rhagor160 mVilla Sonnen-Heimat am Haspelweg 40240 mWysslochgut270 mTürbekrönungenKunstwerk · 230 mSingende KinderKunstwerk · 230 mDer SchuhKunstwerk · 230 mEinstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.