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Kunst in Bern · Bauwerk

Landsitz Bürenstock

Der Landsitz Bürenstock an der Schosshaldenstrasse in Bern ist ein barocker Pavillon von um 1740 mit Anbauten von Gottlieb Hebler.

Landsitz Bürenstock, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Schosshaldenstrasse 56, Schosshaldenstrasse 56a, Schosshaldenstrasse 56b
Baujahr
um 1737–1743 (Bauinventar) bzw. um 1740 (Lexikon); Flügel 1857
Architekt
unbekannt; Anbau 1857 und Nebengebäude 1853: Gottlieb Hebler
Stil
Barock (Pavillon mit Mansartdach)
Heute
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B)
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Hinter einem neubarocken Gartentor mit Urnen an der Schosshaldenstrasse liegt der Landsitz Bürenstock. Das Herrenhaus ist ein eleganter Pavillon mit anderthalb Geschossen unter einem Mansartdach, gebaut aus Sandsteinquadern auf einem hohen Sockel. Die beiden Längsseiten mit je sieben Fensterachsen sind fast gleich gestaltet; in ihrer Mitte liegt jeweils ein Portal mit Korbbogen, zu dem eine doppelläufige Freitreppe hinaufführt. Im Dach sitzen drei beziehungsweise vier Lukarnen. Für die städtische Denkmalpflege gehört das Gut zu den am sorgfältigsten unterhaltenen und besterhaltenen Landsitzen Berns.

Das Bauinventar datiert das Haus auf um 1737 bis 1743, das Historisch-Topographische Lexikon der Stadt Bern auf um 1740. Bauherr war der Lausanner Landvogt Philipp Magran-von Büren. 1764 erbte Ludwig von Büren das Gut und liess es umbauen. Noch im späten 19. Jahrhundert trug der Besitz den Namen Schosshaldengut; die Gegend selbst nannte man ‚beim gemeinen Sood‘. Den heutigen Namen trägt er nach Otto von Büren, Stadtpräsident von Bern, der hier wohnte. Zeitweise besassen auch Angehörige der Patrizierfamilie Thormann Güter am Bürenstock.

Für Otto von Büren baute der Architekt Gottlieb Hebler 1857 einen Flügel an die nordöstliche Schmalseite; dessen unruhige Umrisse glättete Wilhelm Stettler 1932. Östlich des Hauses steht eine Veranda mit zwei toskanischen Säulen, die wahrscheinlich ebenfalls von 1857 stammt, im Garten ein reich mit Holzwerk verziertes Gartenkabinett, das nach 1850 entstand. Schon 1853 hatte Hebler das Nebengebäude Schosshaldenstrasse 58 errichtet, das in der Verlängerung des Herrenhauses mit diesem einen Hof bildet. Es enthielt ursprünglich Pferdestall, Remise und Kammern für Knechte, oben einen Betsaal, den die Evangelische Gesellschaft nutzte. 1989/90 wurde es sorgfältig saniert und zu Wohnraum umgebaut.

Das Gut ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) verzeichnet und als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft. Ein Detail zum Suchen: die Jahrzahl 1853, eingeritzt im Sturz der mittleren Blende an der Giebelseite des Nebengebäudes.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schosshaldenstrasse 56, 56A, 56B · Bauinventar der Stadt Bern: Schosshaldenstrasse 58, 58A · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schosshaldengut · Historisch-Topographisches Lexikon der Stadt Bern: Bürenstock · Wikipedia (de): Gottlieb Hebler · Wikipedia (de): Thormann (Patrizierfamilie) · Wikidata: Q29651700

Lage in Bern
Auf der Karte

Schosshaldenstrasse 56

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