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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa Frisching mit Kocherpark

Die Villa Frisching an der Schlösslistrasse 5 in Bern, heute Haus der Universität, ist ein neubarocker Herrschaftssitz von 1880 am Rand des Kocherparks.

Villa Frisching mit Kocherpark, Bern
Foto: Sandstein, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Adresse
Schlösslistrasse 5
Baujahr
um 1828, Umbau 1880
Architekt
Umbau 1880: Louis-Frédéric de Rutté (zugeschrieben)
Stil
Neubarock auf klassizistischem Kern
Heute
Haus der Universität Bern
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Vom Kocherpark aus sieht man auf eine helle Villa mit Mansarddach, Balustrade und einem Wappen im Giebel. Sie gehört zu den frühesten neubarocken Villen Berns und ist eines der wenigen grossen Häuser, die im Villette-Quartier den Bauboom seit den 1960er-Jahren überstanden haben.

Der Kern ist ein klassizistisches Landhaus, das um 1828 für Gabriel Friedrich von Frisching-Mutach entstand, einen Präsidenten der Stadtverwaltung; die Universität Bern spricht von Ursprüngen in den 1830er-Jahren. 1880 liess Gabriel Rudolf Karl von Frisching, der als Bankier in Frankfurt am Main lebte und dort die Schweiz als Konsul vertrat, das eingeschossige Haus um ein halbes Geschoss erhöhen, im Westen erweitern und die Fassaden neu gestalten. Wer den Umbau plante, ist nicht eindeutig: Das Bauinventar schreibt ihn Louis-Frédéric de Rutté zu, die Universität nennt die Baufirma E. Müller.

Die Südfront hat fünf Achsen und einen zweigeschossigen Mittelteil mit Rundbogen unten, Rechteckfenstern und ionischen Pilastern oben. Ein Segmentgiebel mit dem Wappen der Frisching und eine Balustrade schliessen ihn ab, davor hängt ein Balkon aus Gusseisen. Auf der Nordseite schützt ein Vordach aus Gusseisen und Glas den Eingang.

1909 kaufte der Chirurg und Nobelpreisträger Theodor Kocher das Anwesen; laut Bauinventar diente es bis 1919 als Gästehaus. Von 1915 bis 1932 war hier die türkische Gesandtschaft untergebracht, von 1932 bis 1985 die rumänische Botschaft. Albert Kocher vermachte das Grundstück 1941 der Burgergemeinde mit der Auflage, einen öffentlichen Park anzulegen; der Kocherpark mit einer Büste Theodor Kochers von Max Fueter wurde 1944 eröffnet. Nach einem Umbau 1986/87 durch Beat Jordi wurde die Villa zum Haus der Universität, das eine Stiftung für Veranstaltungen und den Austausch zwischen den Fachbereichen betreibt. Ein Detail für den Blick vom Park: die geschwungene Terrassenanlage vor der Südfront.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schlösslistrasse 5 · Universität Bern: University House · Open House Bern: Haus der Universität Bern · Wikipedia (de): Kocherpark · Wikidata: Villa Frisching mit Kocherpark (Q136327922)

Lage in Bern
Auf der Karte

Schlösslistrasse 5

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.