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Kunst in Bern · Bauwerk

Villette-Villen an der Laupenstrasse

Die drei Villette-Villen an der Laupenstrasse 41, 45 und 49 in Bern bilden ein klassizistisches Ensemble von 1846/47 mit grossen alten Gärten.

Villette-Villen an der Laupenstrasse, Bern
Foto: Ginkgo2g, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Laupenstrasse 41, Laupenstrasse 45, Laupenstrasse 49
Baujahr
um 1846/47
Architekt
Rudolf Stettler (zugeschrieben)
Stil
Klassizismus
Heute
Galerie Kornfeld (Nr. 41) und Wohnhäuser
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Im Villette-Quartier, an der Laupenstrasse, stehen drei verputzte Häuser in einer gemeinsamen Flucht hinter Vorgärten und hohen Bäumen. Sie entstanden um 1846/47 nach einem gemeinsamen Plan, wahrscheinlich von Rudolf Stettler, und bilden nach dem Urteil der städtischen Denkmalpflege ein in Bern einmaliges klassizistisches Ensemble von bemerkenswert einheitlichem Stil.

Die beiden äusseren Häuser sind zweigeschossige Villen mit flachem, weit ausladendem Walmdach. An der Strassenseite tritt jeweils ein dreiachsiger Mittelteil aus Sandstein vor, gekrönt von einem Dreieckgiebel; zum Garten hin ist dieser Mittelteil breiter und umfasst fünf Achsen. Das östliche Haus, Nummer 41, heisst „Thurmau“. Am westlichen, Nummer 49, flankieren Pilaster das Hauptportal, das über eine zweiläufige Treppe erreicht wird, in der Südwestecke steht eine hölzerne Veranda.

In der Mitte steht der „Landhof“, Nummer 45, ein dreigeschossiges Etagenwohnhaus. Das Erdgeschoss ist aus Sandstein, die verputzten Obergeschosse werden von Ecklisenen und Gesimsen aus Sandstein gegliedert, und der Eingang sitzt in einer Ädikula, einer Rahmung mit Stützen und Giebel. Es zählt zu den frühesten Mietshäusern, die ausserhalb der Altstadt gebaut wurden. Im Süden liegt ein mit Sandsteinmauern terrassierter Garten mit kreuzförmigen Wegen und einem Gartenhaus. Hinter der Nummer 49 wurde dagegen ein englischer Landschaftsgarten angelegt, kein französischer.

Heute ist die „Thurmau“ das Stammhaus der Galerie Kornfeld; schon 1980/81 liess die Firma im Garten einen eingeschossigen Galerieanbau errichten. Landhof und Nummer 49 wurden 1903 umgebaut und stehen seit 2008 beziehungsweise 1996 unter Schutz, bei der Nummer 49 seit 1998 auch der Garten. Im Namen der Gruppe ist von einem „Turmbau“ die Rede, das Bauinventar nennt das östliche Haus „Thurmau“. Von der Strasse aus fällt der Blick auf den klassizistischen Brunnen im Vorgarten der Nummer 41.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Laupenstrasse 41 · Bauinventar der Stadt Bern: Laupenstrasse 45, 45A · Bauinventar der Stadt Bern: Laupenstrasse 49 · Wikipedia (de): Galerie Kornfeld Auktionen · Wikidata: Villette-Villen (Q29651748)

Lage in Bern
Auf der Karte

Laupenstrasse 41

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