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Kunst in Bern · Bauwerk

Villa an der Marienstrasse 11

Die Villa an der Marienstrasse 11 im Kirchenfeld baute Eduard von Rodt 1887 im Stil der deutschen Renaissance, samt Pförtnerhaus im Garten.

Villa an der Marienstrasse 11, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 11
Baujahr
1887
Architekt
Eduard von Rodt (zugleich Bauherr)
Stil
Historismus, deutsche Renaissance
Nebenbau
ehemaliges Pförtnerhaus, Marienstrasse 11A
Schutz
vertraglich seit 1995, Einfriedung seit 2002
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Im parkartigen Garten an der Marienstrasse steht eine herrschaftliche Villa, deren Grundriss ein lateinisches Kreuz bildet. Der Hauptbau liegt parallel zur Strasse, ein Quertrakt durchstösst ihn mit einem mächtigen Kreuzfirst und einem hohen Giebelgeschoss. Vorne im Garten, gegen Südwesten, steht ein kleines Nebenhaus, das einst als Pförtner- und Kutscherhaus mit Pferdestall zur Villa gehörte.

Architekt und Bauherr war 1887 Eduard von Rodt, der im neuen Kirchenfeldquartier selbst Bauland erworben hatte und dort mehrere Villen errichtete. Das Bauinventar zählt dieses Haus zu den Hauptleistungen der ersten Bauetappe im Kirchenfeld.

Rodt gestaltete die Villa konsequent im Sinn der deutschen Renaissance: Sockel mit Rustika, Gebäudekanten aus Diamantquadern, Einzel- und Doppelfenster mit Giebeln und Gebälken, verzierten Pfosten und seitlichen Ohren. Im Quertrakt öffnen sich Rundbögen unter Gesimsen. Nach Norden und Süden verschmelzen Obergeschossfenster, Giebelfenster und Balkone zu einem einzigen Motiv; die Giebelfelder trugen ursprünglich reiche, dreieckige Aufbauten, die heute fehlen. An der westlichen Schmalseite tritt das Treppenhaus vor, geschützt von einem Vordach aus Gusseisen und Glas.

Bis auf einen ostseitigen Anbau aus der Zeit um 1946/1950, die verlorene Giebelzier und die Dekorationsmalerei ist der Zustand der Bauzeit erhalten. Später folgten Sanierungen des Erkers (1996), des Zauns an den Englischen Anlagen (2002), der Glasmalerei (2005) und der Fassaden (2008–2010). Die Villa ist seit 1995 vertraglich geschützt, die Einfriedung seit 2002. Das Pförtnerhaus wurde 1992 zu Wohnraum umgebaut. Achten Sie auf die Ecken: Die Diamantquader setzen sich deutlich vom Putz ab.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 11 · Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 11A (Pförtnerhaus) · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Kirchenfeld-Schosshalde (Süd) · Wikidata: Q138774679

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Marienstrasse 11

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