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Zwei Wohnhäuser am Feldeggweg 3 und 5

Die zwei Wohnhäuser am Feldeggweg 3 und 5 in Bern wurden 1887 im toskanischen Landhausstil gebaut; in der Nummer 5 ist die Botschaft der Ukraine.

Zwei Wohnhäuser am Feldeggweg 3 und 5, Bern
Foto: 1rhb, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Feldeggweg 3, Feldeggweg 5
Baujahr
1887
Architekt
unbekannt
Stil
Toskanischer Landhausstil (Historismus)
Heute
Nr. 5: Botschaft der Ukraine
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Westlich des Helvetiaplatzes, direkt an der Hangkante über dem Schwellenmätteli, stehen zwei Häuser, die als Paar geplant wurden. Sie sind spiegelbildlich angelegt, stehen nicht in einer Linie, sondern leicht zueinander gedreht, und teilen sich einen gerundeten, gepflasterten Vorplatz. Bauherr beider Häuser war 1887 der Berner Kaufmann Kaspar Streuli. Wer sie entworfen hat, ist nicht überliefert.

Die zwei Mehrfamilienhäuser folgen dem toskanischen Landhausstil, einer Mode des Historismus, die italienische Villen zum Vorbild nahm. Die zweigeschossigen Putzbauten tragen flache Walmdächer. Ihr Kennzeichen sind die einander gegenüberstehenden quadratischen Türme mit drei Geschossen, die leicht vor die Hausfront treten. Sie haben ein Gesims auf Konsolen und neubarocke Balkone aus Gusseisen. Gesimse, Konsolen und Fensterrahmungen sind aus Sandstein.

Ganz so wie zur Bauzeit sehen die Häuser nicht mehr aus. Historische Fotografien aus der Burgerbibliothek zeigen Aufsätze auf den Türmen, die bei beiden Häusern entfernt wurden; auch die Dachgauben sind verändert. Am stärksten betroffen ist die Nummer 5: 1968 wurde ihre Fassade „purifiziert“, also von einem Grossteil des Bauschmucks befreit. Gesimse verschwanden, die Fenstereinfassungen wurden vereinfacht. Vergleicht man die beiden Häuser, sieht man den Unterschied gut.

Die Lage ist bemerkenswert: Die Häuser gehören zur Baugruppe Kirchenfeld und bilden einen wichtigen Teil der städtebaulichen Struktur rund um den Helvetiaplatz. Seit 1930 stehen sie in der Blickachse zwischen der Kirche der Christlichen Wissenschaft von 1926 und dem Alpinen Museum, das 1934 fertig wurde. Die Ukraine eröffnete ihre Botschaft in der Schweiz im Februar 1993; sie hat ihren Sitz am Feldeggweg 5. Im Bauinventar der Stadt Bern sind beide Häuser als schützenswert verzeichnet.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Feldeggweg 3, 5 · Wikipedia (de): Feldeggweg 3, 5 · EDA: Vertretungen der Ukraine in der Schweiz · Wikidata Q125455446

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Feldeggweg 3

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.