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Kunst in Bern · Bauwerk

Schweizer Schützenmuseum

Das Schweizer Schützenmuseum an der Bernastrasse 5 in Bern wurde 1938/39 als burgartiger Anbau an das Bernische Historische Museum errichtet.

Schweizer Schützenmuseum, Bern
Foto: Beat Estermann, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 · Quelle
Adresse
Bernastrasse 5
Baujahr
1938–1939 (Sammlung seit 1885)
Architekt
Arbeitsgemeinschaft Emilien Bertallo und Hans Klauser
Stil
Traditionalistisch, Heimatstil mit gotischen Anklängen
Heute
Schweizer Schützenmuseum
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), erhaltenswert (Bauinventar)

Über den Bau

An der Bernastrasse im Kirchenfeld, direkt neben dem Bernischen Historischen Museum, steht ein dreigeschossiger, kräftiger Bau mit steilem Walmdach, der an eine kleine Burg erinnert. Links an der Strassenseite sitzt ein fast fensterloser, turmartiger Teil mit einem breiten Eingang im Spitzbogen; darüber trägt ein Dachaufsatz eine Uhr und einen spitzen Helm. Rechts sind die Fenster streng in Achsen geordnet, in den oberen Geschossen als gotisch profilierte Doppelfenster mit Lukarnen darüber. Eine Mauer mit Zinnen verbindet den Bau mit einem historisierenden Tor am Helvetiaplatz.

Die Sammlung ist älter als das Haus. Nach dem 31. Eidgenössischen Schützenfest, das im Sommer 1885 in Bern stattfand, beschlossen die Organisatoren, eine ‚Schützenstube‘ als Ausstellungsraum einzurichten. Den Neubau an der Bernastrasse liess der Schützenverein Bern 1938 und 1939 errichten. Geplant hat ihn eine Arbeitsgemeinschaft der Berner Architekten Emilien Bertallo und Hans Klauser; der Entwurf stammt nach dem Bauinventar möglicherweise von Eric Bertallo. Am 26. November 1939 nahm das Museum am neuen Ort seinen Betrieb auf.

Das Bauinventar beschreibt den Bau als bewusst traditionalistisch, passend zu seinem Inhalt, und sieht in ihm ein Zeitdokument der Jahre unmittelbar vor Kriegsbeginn. Das Museum selbst spricht von einem Haus im Heimatstil. An der Fassade sind Bildnisse von Präsidenten des Schweizerischen Schützenvereins zu sehen, die Walter Linck geschaffen hat. Über dem Eingang hat Fritz Traffelet ein Wandbild gemalt, das ganz im Geist jener Jahre Soldaten und Bürger unter der Schweizer Fahne zeigt.

1985 wurde das Äussere, 1990/91 das Innere renoviert. 2025 folgte eine umfassende Renovation, bei der auch die Dauerausstellung neu gestaltet wurde. Das Museum zählt zu den wenigen sporthistorischen Museen der Schweiz. Nach der Wikipedia finanzieren es der Schweizer Schiesssportverband und Freunde des Museums, ohne Subventionen der öffentlichen Hand. Die Sammlung steht unter Kulturgüterschutz.

Ein Detail: die zinnenartige Öffnung im zweiten Obergeschoss des Turmteils, die einzige Öffnung in dieser sonst geschlossenen Wand.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bernastrasse 5 · Wikipedia (de): Schweizer Schützenmuseum · Schweizer Schützenmuseum (offizielle Website) · Wikidata: Q27479802

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Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.