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Kunst in Bern · Bauwerk

Alpines Museum der Schweiz (Gebäude)

Das Gebäude des Alpinen Museums am Helvetiaplatz in Bern entstand 1933–1934 nach Plänen von Klauser & Streit im Stil des Neuen Bauens.

Alpines Museum der Schweiz (Gebäude), Bern
Foto: Rudolf H. Boettcher, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Baujahr
1933–1934
Architekt
Klauser & Streit
Stil
Neues Bauen
Heute
Alpines Museum der Schweiz und Medienzentrum der Pädagogischen Hochschule Bern
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B)

Über den Bau

Am Helvetiaplatz, schräg gegenüber der Kunsthalle, steht ein heller, kantiger Bau mit langen Fensterbändern. Er wirkt nüchterner als die historistischen Museen ringsum, und genau das war gewollt: In Bern gibt es nur wenige Bauten des Neuen Bauens, und dieser gehört dazu. Über den Eingängen sind bis heute zwei Schriftzüge zu lesen, „Alpines Museum“ und „Schulwarte“, denn das Gebäude wurde von Anfang an für zwei Einrichtungen geplant.

Entworfen haben es die Architekten Klauser & Streit, die schon die Kunsthalle von 1918 gebaut hatten. Auftraggeber waren die Leitungen des Schweizerischen Schulmuseums und des Alpinen Museums. Gebaut wurde 1933 bis 1934. Das Museum selbst war älter: Es hatte 1905 an der Zeughausgasse eröffnet. 1933 wurde eine Stiftung gegründet, die den Neubau errichtete; ab 1939 zeigte das Museum dort auch Sonderausstellungen. Der Boden gehört der Stadt Bern, die ihn der Stiftung im Baurecht bis 2034 überlassen hat.

Vom Platz aus sieht man zuerst den vierstöckigen, mit Platten verkleideten Kopfbau mit vier Achsen hoher Fenster; die beiden mittleren Achsen bilden im Erdgeschoss die Portalhalle. Links und rechts schliessen verputzte, dreistöckige Flügel an. Lang ist der Südflügel am abfallenden Feldeggweg, weil das Alpine Museum rund zwei Drittel des Baus belegt; der Nordflügel ist nur ein Drittel so lang. Dass zwei Häuser in einem stecken, verrät von aussen vor allem die leicht unterschiedliche Farbe der Fassaden. Ursprünglich waren an der Stirnseite sogar durchgehende Fensterbänder geplant, ausgeführt wurde eine konventionellere Lösung.

1991 wurde im Innern eine Zwischendecke herausgenommen, um einen doppelt hohen Saal für Ferdinand Hodlers Bilderzyklus „Aufstieg und Absturz“ zu schaffen; dabei restaurierte man auch die originalen doppelt verglasten Fenster. Das Museum wurde 1990 bis 1993 erneuert und nach einer halbjährigen Umbaupause von September 2011 bis März 2012 mit neuem Konzept wiedereröffnet. Der Teil der früheren Schulwarte dient heute der Pädagogischen Hochschule Bern als Medienzentrum. Das Gebäude ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung.

Ein Detail zum Suchen: der verdeckte Eingang des Museums, der etwas hinter das Portal der Schulwarte zurückspringt.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Wikipedia (de): ALPS Alpines Museum der Schweiz (Gebäude) · Wikipedia (en): Swiss Alpine Museum · Stadt Bern, Vortrag des Gemeinderats an den Stadtrat: Alpines Museum, Darlehen (2011) · Wikidata: Q137645061

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