Schützenbrunnen: der Bannerträger und der Bär mit dem Gewehr
Ein Mann in Rüstung mit Banner und Schwert, zwischen seinen Beinen ein Bär, der mit einem Gewehr auf die Lauben zielt. Der Schützenbrunnen steht seit Jahrhunderten in der Marktgasse.

- Künstler
- Hans Gieng (zugeschrieben)
- Jahr
- 1543 (Figur)
- Material
- Kalkstein, bemalt
- Ort
- Marktgasse, auf der Höhe von Nr. 17
- Zugang
- frei, rund um die Uhr
Der Schützenbrunnen steht in der Marktgasse, auf der Höhe der Hausnummer 17, zwischen Käfigturm und Zytglogge. Die Figur trägt die Jahreszahl 1543 und wird dem Bildhauer Hans Gieng zugeschrieben. Sie gehört zu den Figurenbrunnen der Altstadt, die in den 1540er-Jahren entstanden.
Wen die Figur zeigt
Auf der Säule steht ein Schützenvenner in Rüstung, also der Bannerträger der Schützen. In der rechten Hand hält er das Banner der Gesellschaft zu Schützen, in der linken ein Schwert. Auf dem Kopf trägt er ein Barett und keinen Helm. Die Stadt Bern liest das so: Der Mann zieht nicht in den Krieg, er ist bereit für ein Festschiessen.
Zwischen seinen Beinen sitzt ein kleiner Bär mit einer Büchse, einem Gewehr, und zielt auf die Lauben. Am alten Standort zielte er auf den Eingang des Hauses der Schützengesellschaft. Die Gesellschaft zu Schützen wurde 1799 aufgehoben. Ihr Banner führt seither die Reismusketen-Schützengesellschaft.
Ein Brunnen, der mehrmals umzog
- 1527 ersetzte ein Brunnen aus Stein einen älteren aus Holz.
- 1543 entstand die Figur. Schon 1558 musste das Schwert ausgebessert werden.
- 1670 wurden Säule und Sockel erneuert, unter der Leitung des Münsterwerkmeisters Abraham Dünz. 1783/84 folgten Becken und Postament.
- Bis 1889 stand der Brunnen mitten in der Gasse, auf der Höhe des Schützengässchens. Danach kam er an den Rand der Gasse.
- 1939 wurde er rund 50 Meter versetzt und um 180 Grad gedreht.
- Bei Bauarbeiten in der Marktgasse brachen beim Abbau der Figur die Füsse des Schützen und des Bären. Zusammen mit der Denkmalpflege fand die Stadt eine Lösung: Heute steht wieder die geflickte Originalfigur auf der Säule. 2014 wurde der Brunnen saniert.
Gut zu wissen
Der Brunnen ist frei zugänglich, Tag und Nacht. Die Haltestelle „Bern, Zytglogge“ ist rund 80 Meter entfernt, zum Bahnhof sind es rund 600 Meter. Ein paar Schritte weiter, vor dem Käfigturm, steht der Anna-Seiler-Brunnen. Einen zweiten Schützen mit bewaffnetem Bären zeigt der Ryfflibrunnen in der Aarbergergasse, einen Boten mit Bär der Läuferbrunnen. Im Dezember 2026 haben die Läden in der Marktgasse an zwei Sonntagen offen, die Daten stehen im Artikel Sonntagsverkauf in Bern 2026. Mehr Orte: Sehenswürdigkeiten in Bern.
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- Wikipedia (de): Schützenbrunnen (Bern) (Marktgasse, Hauptgruppe 1542–1546, 1527 Stein statt Holz, Figur 1543 Hans Gieng zugeschrieben, geharnischter Schützenvenner, Banner der 1799 aufgehobenen Gesellschaft zu Schützen, seither Reismusketen-Schützengesellschaft, Schwert in der Linken, Bärenjunges mit Büchse zielt auf die Lauben, früher auf den Eingang des Hauses der Schützengesellschaft, 1558 Schwert ausgebessert, 1670 Säule und Sockel unter Abraham Dünz, 1783/84 Becken und Postament, bis 1889 Strassenmitte beim Schützengässchen, danach Schattseite, 1939 50 m versetzt und um 180 Grad gedreht)
- bern.ch: 160722 bauflyer brunnen und denkmaler def.pdf (1543, Barett = Festschiessen statt Krieg, beim Abbau während der Marktgasssanierung Füsse von Schütze und Bär gebrochen, mit der Denkmalpflege geflickte Originalfigur, saniert 2014)
- Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum, offene Daten, Objectid 734470 (Marktgasse Höhe Nr. 17, Hans Gieng, 1543, Kalkstein bemalt)
- Haltestelle: transport.opendata.ch (Bern, Zytglogge 82 m). Weggelassen: Jahr des Bruchs (2013 laut Wikipedia, 2014 laut Stadt Bern).
Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“), © OpenStreetMap-Mitwirkende. Text: Richard Červenka, Bärn Kit. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.