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Kunst in Bern

Schützenbrunnen: der Bannerträger und der Bär mit dem Gewehr

Ein Mann in Rüstung mit Banner und Schwert, zwischen seinen Beinen ein Bär, der mit einem Gewehr auf die Lauben zielt. Der Schützenbrunnen steht seit Jahrhunderten in der Marktgasse.

Von Richard Červenka · 2 Min. Lesezeit · aktualisiert am 28. Oktober 2026

Die Figur des Schützenbrunnens: ein Mann in Rüstung mit Federbarett hält eine rote Fahne mit weissem Kreuz, zwischen seinen Beinen ein kleiner Bär mit Gewehr, auf einem bunt bemalten Kapitell vor einer hellen Hausfassade mit Steinschmuck.
Foto: JoachimKohler-HB, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler
Hans Gieng (zugeschrieben)
Jahr
1543 (Figur)
Material
Kalkstein, bemalt
Ort
Marktgasse, auf der Höhe von Nr. 17
Zugang
frei, rund um die Uhr

Der Schützenbrunnen steht in der Marktgasse, auf der Höhe der Hausnummer 17, zwischen Käfigturm und Zytglogge. Die Figur trägt die Jahreszahl 1543 und wird dem Bildhauer Hans Gieng zugeschrieben. Sie gehört zu den Figurenbrunnen der Altstadt, die in den 1540er-Jahren entstanden.

Wen die Figur zeigt

Auf der Säule steht ein Schützenvenner in Rüstung, also der Bannerträger der Schützen. In der rechten Hand hält er das Banner der Gesellschaft zu Schützen, in der linken ein Schwert. Auf dem Kopf trägt er ein Barett und keinen Helm. Die Stadt Bern liest das so: Der Mann zieht nicht in den Krieg, er ist bereit für ein Festschiessen.

Zwischen seinen Beinen sitzt ein kleiner Bär mit einer Büchse, einem Gewehr, und zielt auf die Lauben. Am alten Standort zielte er auf den Eingang des Hauses der Schützengesellschaft. Die Gesellschaft zu Schützen wurde 1799 aufgehoben. Ihr Banner führt seither die Reismusketen-Schützengesellschaft.

Ein Brunnen, der mehrmals umzog

  • 1527 ersetzte ein Brunnen aus Stein einen älteren aus Holz.
  • 1543 entstand die Figur. Schon 1558 musste das Schwert ausgebessert werden.
  • 1670 wurden Säule und Sockel erneuert, unter der Leitung des Münsterwerkmeisters Abraham Dünz. 1783/84 folgten Becken und Postament.
  • Bis 1889 stand der Brunnen mitten in der Gasse, auf der Höhe des Schützengässchens. Danach kam er an den Rand der Gasse.
  • 1939 wurde er rund 50 Meter versetzt und um 180 Grad gedreht.
  • Bei Bauarbeiten in der Marktgasse brachen beim Abbau der Figur die Füsse des Schützen und des Bären. Zusammen mit der Denkmalpflege fand die Stadt eine Lösung: Heute steht wieder die geflickte Originalfigur auf der Säule. 2014 wurde der Brunnen saniert.

Gut zu wissen

Der Brunnen ist frei zugänglich, Tag und Nacht. Die Haltestelle „Bern, Zytglogge“ ist rund 80 Meter entfernt, zum Bahnhof sind es rund 600 Meter. Ein paar Schritte weiter, vor dem Käfigturm, steht der Anna-Seiler-Brunnen. Einen zweiten Schützen mit bewaffnetem Bären zeigt der Ryfflibrunnen in der Aarbergergasse, einen Boten mit Bär der Läuferbrunnen. Im Dezember 2026 haben die Läden in der Marktgasse an zwei Sonntagen offen, die Daten stehen im Artikel Sonntagsverkauf in Bern 2026. Mehr Orte: Sehenswürdigkeiten in Bern.

Lage in Bern
Auf der Karte

Marktgasse, auf Höhe Hausnr. 17

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Quellen

Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“), © OpenStreetMap-Mitwirkende. Text: Richard Červenka, Bärn Kit. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.