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Kunst in Bern · Werk

Jeu d'eau

Jeu d'eau von Walter Linck, Schulhaus Bethlehemacker, Kornweg 101-107, 3027 Bern, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Künstler*in
Walter Linck
Jahr
1955
Material
Eisen, Stein, bemalt
Ort
Schulhaus Bethlehemacker, Kornweg 101-107, 3027 Bern

Geschichte des Werks

Beim Eingang zum Schulhof Bethlehemacker, gegenüber dem Schulgebäude Kornweg 109, steht ein bemaltes Gebilde aus Eisen und Stein, durch das Wasser fliesst. Walter Linck hat es entworfen. Das Bauinventar nennt es Zierbrunnen-Mobile und datiert es wie das städtische Verzeichnis auf 1955, die Unterlagen der Stiftung Schweizerische Plastikausstellung auf 1954.

Nach diesen Unterlagen, die die Universität Bern online zugänglich macht, zeigte Linck das kinetische Wasserspiel 1954 in Biel, an der ersten Schweizerischen Plastikausstellung. Danach kaufte es der Gemeinderat der Stadt Bern und liess es bei der Primarschule Bethlehemacker aufstellen. Linck wollte damit, so heisst es dort, aufgreifen, wie die Kinder auf dem Schulhof spielen und sich bewegen, sie zu weiterem Spiel anregen und ihnen ganz einfache mechanische Abläufe anschaulich machen. Das Wasserspiel wurde ausserdem zu einem Aushängeschild der Ausstellung: Zeitungsausschnitte im Archiv belegen Berichte bis in die USA, etwa im „Citizen“ aus Searcy, Arkansas, vom 9. Oktober 1954.

Die Schulanlage selbst entwarfen Oskar und Claire Rufer. Gewonnen hatten den Wettbewerb von 1951 eigentlich Hans und Gret Reinhard; sie überliessen den Auftrag aber dem drittplatzierten Projekt der Rufers. Zwischen 1952 und 1959 entstanden fünf ähnliche Pavillons, leicht gefächert um einen Pausenhof. Von Linck stammen hier auch vier Wandmalereien an den Eingängen: „Erde“ und „Wasser“ von 1953, „Luft“ von 1956 und „Feuer“ von 1959.

Linck, 1903 in Bern geboren und 1975 gestorben, hatte 1943 fast sein ganzes figürliches Werk zerstört und arbeitete danach nur noch mit Metall. SIKART zufolge widmete er sich 1954/55 dem Entwurf bewegter Brunnen und Wasserspiele. Bei der ersten Etappe der Sanierung und Erweiterung des Schulhauses erhielt das Wasserspiel eine Restaurierung, einen frischen Anstrich und eine neue Wasserzufuhr. Wer davorsteht, kann beobachten, was sich an den bemalten Teilen bewegt, wenn Wasser läuft.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Walter Linck · SIKART: Walter Linck (Michael Baumgartner) · HLS: Walter Linck · Universität Bern, Things that Matter (Omeka): Walter Linck, Fontaine/Brunnen/Kinetisches Wasserspiel (1954) · Universität Bern, Things that Matter (Omeka): Presseausschnitt zu Walter Linck, Fontaine (1954) · Bauinventar Stadt Bern: Kornweg 101–111 · Bauinventar Stadt Bern: Baugruppe Schulhaus Bethlehemacker · Wikidata: Zierbrunnen-Mobile (Q55485102) · Wikimedia Commons: Brunnenspiel Bethlehemackerschulhaus (Walter Linck 1955)

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Schulhaus Bethlehemacker, Kornweg 101-107, 3027 Bern

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.