Luft ("Wulchehuus")

- Künstler*in
- Walter Linck
- Jahr
- 1956
- Material
- Wandmalerei auf Ziegelstein
- Ort
- Schulhaus Bethlehemacker, Kornweg 101-107, 3027 Bern, Schulpavillon-Eingang "Wulchehuus"
Geschichte des Werks
Am Eingang eines Schulpavillons der Volksschule Bethlehemacker am Kornweg ist auf Ziegelsteine die Wandmalerei „Luft“ gemalt, die Walter Linck 1956 geschaffen hat. Der Pavillon trägt den Namen „Wulchehuus“. Nach einem Bericht des Berner Gemeinderats an den Stadtrat gehören die Wandbilder von Walter Linck und seiner Frau Margrit Linck-Daepp, entstanden in den 1950er Jahren, zu den Kunstwerken auf dem Schulgelände, die bei der Sanierung erhalten bleiben sollen; ein Wasserspiel von Walter Linck sollte saniert und neu aufgebaut werden.
Die Schulanlage wurde in vier Etappen gebaut, von 1952 bis 1970. Die ersten Bauten am Kornweg sind nach demselben Bericht typische Beispiele der damals beliebten Pavillonschule; fünf Pavillons, ein Turnhallenbau und ein Oberstufenhaus sind fächerartig um einen Pausenplatz und Wiesen gruppiert. Pavillons und älterer Turnhallenteil sind im kantonalen Bauinventar als schützenswert eingestuft.
Linck wurde am 3. Februar 1903 in Bern als Sohn des Kunstmalers Ernst Linck geboren und starb am 3. Januar 1975 in Reichenbach bei Zollikofen (HLS). Er lernte an der Gewerbeschule Bern und in der Metallklasse der Kunstgewerbeschule Zürich und studierte bis 1926 Bildhauerei an der Akademie in Berlin, nach dem HLS ab 1922, nach Wikipedia ab 1921. 1927 heiratete er die Keramikerin Margrit Daepp; ein Jahr später zog das Paar nach Paris. Zu seinen frühen Berner Aufträgen gehört die Figur auf dem Brunnen am Bärenplatz.
1943 vernichtete Linck beinahe alles, was er bis dahin geschaffen hatte, und wandte sich ganz dem Metall zu: zuerst mit feinen, beweglichen Drahtplastiken, später mit grossen Stahlplastiken. In Kassel lehrte er 1956/57 als Professor an der Werkakademie, und 1959 zeigte die documenta 2 Arbeiten von ihm (Wikipedia). Die Wandmalerei am Kornweg entstand also in den Jahren, in denen Linck sonst vor allem mit Metall arbeitete.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Stadt Bern: Vortrag des Gemeinderats an den Stadtrat, Volksschule Bethlehemacker, Sanierung und Erweiterung · HLS: Walter Linck · SIKART: Walter Linck · Wikipedia (de): Walter Linck · Wikimedia Commons: Wandmalerei Luft (Walter Link 1956)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.