Quellstein-Brunnenanlage

- Künstler*in
- Pi Ledergerber
- Jahr
- 1988
- Material
- Quellstein, Rouge de Collouge, Tessiner Gneis-Platten
- Ort
- nördlich von Steigerhubelstrasse 71
Geschichte des Werks
Nördlich des Hauses Steigerhubelstrasse 71 liegt eine Brunnenanlage des Bildhauers Pi Ledergerber aus dem Jahr 1988. Nach dem Verzeichnis der Stadt Bern besteht sie aus drei Steinarten: Quellstein, „Rouge de Collouge“ und Platten aus Tessiner Gneis. Auf Wikimedia Commons ist die Anlage als Brunnen beim Domicil Steigerhubel abgebildet. Über Auftrag und Anlass geben die zugänglichen Quellen keine Auskunft.
Pius Laurentius Ledergerber, genannt Pi, wurde am 26. Juli 1951 in Stans geboren. Nach einer Ausbildung zum Bildhauer in Luzern legte er 1975 auf dem zweiten Bildungsweg die eidgenössische Matura ab und studierte danach an der Universität Bern Physik und Philosophie. Als freischaffender Künstler arbeitet er seit 1979, Ausstellungen folgten ab 1982. Der Brunnen gehört damit in sein erstes Jahrzehnt als selbständiger Bildhauer. Heute lebt er nach der Wikipedia in Burgdorf und in Hohenfels in Deutschland.
Ledergerber arbeitet vor allem mit Stein, daneben auch mit Holz. Die Wikipedia beschreibt seine Skulpturen als Kuben oder Säulen, die oft wie aufgeschichtete Platten wirken, aber aus einem einzigen Block entstehen: Er schneidet und schlägt Material weg, Schicht um Schicht. Manche Blöcke spaltet er auch in Teile, bearbeitet sie und setzt sie ohne Klebstoff wieder zusammen; sie halten durch ihr Gewicht und ihre Verzahnung. Die Spuren der Werkzeuge bleiben sichtbar. SIKART nennt Installation und Kunst im öffentlichen Raum als seine weiteren Felder.
Ausgestellt hat er unter anderem in der Kunsthalle Winterthur (1993), an der Berner Biennale im Kunsthaus Langenthal (1994), in der Kunsthalle Burgdorf (1996) und am Skulpturenweg Grauholz (1998). Bei der Anlage am Steigerhubel lohnt es sich, die drei Steine nebeneinander zu betrachten und nach den Bearbeitungsspuren zu suchen, die für seine Arbeit typisch sind.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Pi Ledergerber · SIKART: Pi Ledergerber · Wikimedia Commons: Brunnen Domicil Steigerhubel (Pi Ledergerber 1988)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.