Fleur du ciel

- Künstler*in
- Walter Linck
- Jahr
- 1954-1961
- Material
- Eisen
- Ort
- Schulhaus Steigerhubel, Steigerhubelstrasse 51, 3008 Bern
Geschichte des Werks
Im westlichen Teil des Hofs der Schulanlage Steigerhubel steht eine feingliedrige Plastik aus Eisen: „Fleur du ciel“, auf Deutsch etwa Himmelsblume, von Walter Linck. Das Bauinventar datiert sie auf 1954, das Verzeichnis der Stadt auf 1954 bis 1961; Wikimedia Commons führt sie als „Fleur du ciel, grande“. Wikidata gibt für die Plastik eine Höhe von 4 Metern an.
Die Schulanlage entstand in Etappen von 1952 bis 1959 nach Plänen von Hans und Gret Reinhard. Wie es damals üblich war, verteilten die Architekten die Nutzungen auf einzelne Gebäude: ein dreigeschossiges Mittelschulhaus, vier Primarschulhäuser, Turnhallen, ein Kirchgemeindehaus und ein Kindergarten aus drei sechseckigen Räumen. Die Primarschulhäuser stehen wie Pavillons in einem Park mit altem Baumbestand. Das Bundesinventar ISOS führt die Anlage als Ortsbild von nationaler Bedeutung.
Linck (1903–1975) war Berner. Er lernte an der Gewerbeschule in Bern und in der Metallklasse der Kunstgewerbeschule Zürich, studierte von 1922 bis 1926 an der Berliner Akademie und zog 1928 nach Paris. Zunächst arbeitete er als Figuren- und Porträtbildhauer. 1943 zerstörte er fast sein ganzes bisheriges Werk und arbeitete fortan nur noch mit Metall. Ab 1952 baute er abstrakte, bewegliche Plastiken aus Draht und Federstahl; 1959 nahm er an der documenta II in Kassel teil.
Ein weiteres Werk aus derselben Zeit ist sein „Piano rythmique, grand“ von 1954 beim Tiefenauspital, eine Konstruktion mit pendelnden Stangen. Laut SIKART reagieren viele von Lincks Drahtplastiken schon auf leichte Erschütterungen oder Luftzüge. Bei Wind lohnt es sich deshalb, die „Fleur du ciel“ eine Weile zu beobachten. Über Lincks Todesort sind die Lexika uneins: Das Historische Lexikon nennt Reichenbach bei Zollikofen, wo er sein Atelier hatte, SIKART nennt Bern.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · Wikipedia (de): Walter Linck · HLS: Michael Baumgartner, Linck, Walter · SIKART: Michael Baumgartner, Walter Linck · Bauinventar Stadt Bern: Steigerhubelstrasse 49–65 (Schulhaus Steigerhubel) · Wikidata: Fleur du ciel, grande (Q64852757) · Wikimedia Commons: Eisenplastik Fleur du ciel, grande (Walter Linck 1954)
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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.