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Kunst in Bern · Werk

Die Malerei, die Bildhauerei und die Architektur

Die Malerei, die Bildhauerei und die Architektur von Karl Alfred Lanz, Fassade Kunstmuseum, Hodlerstrasse 12, Bern
Foto: Photo: Andreas Praefcke, Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · Quelle
Künstler*in
Karl Alfred Lanz
Jahr
1895
Material
Carrara-Marmor
Ort
Fassade Kunstmuseum, Hodlerstrasse 12

Geschichte des Werks

Am Mittelteil der Fassade des Kunstmuseums stehen zwischen ionischen Zwillingssäulen im Obergeschoss drei Figuren. Laut ihrem Titel stehen sie für Malerei, Bildhauerei und Architektur; Wikimedia Commons fasst sie als drei Marmorstatuen mit Allegorien der Schönen Künste zusammen. Die Stadt nennt als Material Carrara-Marmor und als Jahr 1895. Wer heute hinaufschaut, sieht allerdings Kopien: Nach dem Kunstführer der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte wurden die Figuren 2005 durch Abgüsse ersetzt.

Das Gebäude ist fast zwei Jahrzehnte älter als die Figuren. Eugen Stettler baute es 1876 bis 1878 in Formen der römischen Antike und der Renaissance, 1879 zog die Sammlung ein. Wikipedia beschreibt den Bau als städtisches Gegenstück zum Bundeshaus. An der Fassade sitzen zudem zwei Rundmedaillons von Raphael Christen mit Zeus und Minerva. Später kamen Erweiterungen dazu: in den 1930er-Jahren ein Anbau von Karl Indermühle und Otto Rudolf Salvisberg, von dem das Sgraffito „Apfelernte“ von Cuno Amiet erhalten blieb, und Anfang der 1980er-Jahre ein Neubau des Ateliers 5.

Karl Alfred Lanz (1847–1907) stammte aus La Chaux-de-Fonds und lernte zuerst Graveur in Biel. Er studierte 1872 in München und war von 1875 bis 1877 Stipendiat der Pariser École des Beaux-Arts; danach blieb er in Paris wohnen. Bekannt wurde er mit dem Denkmal für General Dufour in Genf von 1884; es folgten unter anderem das Pestalozzi-Denkmal in Yverdon und das Iselin-Denkmal in Basel. Das Historische Lexikon der Schweiz zählt ihn zu den erfolgreichsten Schweizer Bildhauern seiner Zeit. In Bern schuf er neben den Figuren am Kunstmuseum Bauplastik für das Bundeshaus und die Statue der Wissenschaft auf dem Hauptgebäude der Universität.

Auf dem Weg von der Hodlerstrasse zum Eingang lohnt ein Blick nach oben: Die Figuren stehen genau über der Mittelachse des Stettlerbaus.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Kultur Stadt Bern, Kunst im öffentlichen Raum (offene Daten) · GSK-Kunstführer im KGS-Inventar: Kunstmuseum Bern (KGS 634) · Bauinventar Stadt Bern: Hodlerstrasse 8–12 · Wikipedia (de): Kunstmuseum Bern · HLS: Lanz, Karl Alfred (Dieter Ulrich) · Wikipedia (de): Karl Alfred Lanz · SIKART: Karl Alfred Lanz · Bauinventar Stadt Bern: Hochschulstrasse 4 · Wikimedia Commons: Bern Kunstmuseum 2

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Daten: Kultur Stadt Bern (offene Daten „Kunst im öffentlichen Raum“). Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.