Haltbare Lebensmittel: was lange hält und wie ein Notvorrat aussieht
Reis, Teigwaren, Konserven, Salz und Zucker halten lange, wenn sie kühl, trocken und dunkel stehen. Der Bund empfiehlt jedem Haushalt einen Vorrat für rund eine Woche. Hier steht, was hineingehört und wie er nicht zu Food Waste wird.

Welche Lebensmittel lange halten
Lange halten vor allem trockene, gesalzene, gezuckerte oder sterilisierte Lebensmittel. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) nennt für den Vorrat zum Beispiel Reis, Teigwaren, Öl, Fertiggerichte, Salz, Zucker, Kaffee, Tee und Dörrfrüchte. Dazu kommen Konserven mit Gemüse, Früchten oder Hülsenfrüchten, Hartkäse, Schokolade und Nüsse.
„Ewig haltbar“ gibt es nicht ganz
Für einige Lebensmittel verlangt das Gesetz gar kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Laut Lebensmittelinformationsverordnung (LIV) sind das unter anderem Speisesalz, Zucker in fester Form, Essig, Kaugummi, Zuckerwaren aus fast nur Zucker sowie Getränke mit 10 oder mehr Volumenprozent Alkohol. Das heisst nur, dass kein Datum aufgedruckt sein muss. Feucht oder offen gelagert, können auch diese Lebensmittel verderben. Honig gehört nicht dazu: Er braucht in der Schweiz ein Datum.
Der Notvorrat: eine Woche, 9 Liter Wasser
Der Bund empfiehlt jedem Haushalt einen Vorrat für rund eine Woche, für den Fall, dass Läden geschlossen sind oder Strom und Wasser ausfallen. Die Broschüre „Kluger Rat – Notvorrat“ des BWL nennt:
- Wasser: mindestens 9 Liter pro Person, das ist ein Sechserpack mit 1,5-Liter-Flaschen. Das reicht laut BWL drei Tage zum Trinken und Kochen.
- Essbereit: Konserven mit Gemüse, Früchten oder Hülsenfrüchten, Fleisch oder Fisch oder eine vegetarische Alternative, Hartkäse, Saucen, Süsses und Salziges.
- Zum Kochen: Teigwaren, Reis, Müsli, Fertigsuppen, Bouillon und Fertiggerichte.
- Ausserdem: Kochmöglichkeit ohne Strom (etwa ein Gaskocher mit Brennstoff), Taschenlampe, Batterieradio, Kerzen, Bargeld in kleinen Noten, Medikamente und Hygieneartikel.
Lagere, was ihr auch sonst esst, und ein paar Dinge, die man nicht kochen muss. Wie viel dein Haushalt braucht, rechnet der Notvorrats-Rechner des BWL aus.
Richtig lagern, damit nichts verdirbt
- Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren, so empfiehlt es das BWL.
- Den Vorrat regelmässig essen und wieder ersetzen. Neues kommt nach hinten, Älteres nach vorne.
- Angebrochene Packungen gut verschliessen. Was einmal aufgetaut ist, nicht wieder einfrieren.
Datum abgelaufen: oft noch gut
„Mindestens haltbar bis“ ist ein Qualitätsversprechen, keine Frist für die Sicherheit. Laut BLV darf Ware nach diesem Datum sogar noch verkauft oder weitergegeben werden, wenn sie sicher ist und niemand getäuscht wird. Anders ist es beim Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“): Bis zu diesem Datum muss das Lebensmittel verbraucht sein, danach darf es nicht mehr abgegeben werden. foodwaste.ch nennt, wie lange Lebensmittel nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum bei guter Lagerung meist noch in Ordnung sind:
- Teigwaren, Reis, Tee, Kaffee: bis 360 Tage
- Öle, Fette, Müsli: bis 120 Tage
- Tiefkühlprodukte: bis 90 Tage
- UHT-Milch, Hartkäse: bis 30 Tage
Prüfe immer mit den Sinnen: anschauen, riechen, probieren. Bist du unsicher, hilft unsere App Haltbar oder nicht?. Mehr zu den beiden Daten steht im Artikel Mindesthaltbarkeit oder Verbrauchsdatum.
Zu viel im Vorrat?
Was du nicht mehr brauchst, aber noch gut ist, kannst du in Bern weitergeben, zum Beispiel über einen öffentlichen Kühlschrank oder foodsharing. Wo das geht, steht in Lebensmittel retten in Bern. Für Reste gibt es die Reste-Küche.
Quellen
- BWL: Kluger Rat – Notvorrat und Broschüre, 17. Februar 2025 (PDF): eine Woche, 9 Liter Wasser, Liste, Lagerung.
- Lebensmittelinformationsverordnung (LIV), Anhang 8 Ziffer 1.4: Lebensmittel ohne Pflicht zum Mindesthaltbarkeitsdatum.
- BLV: Lebensmitteletikette und Informationsschreiben 2025/4.1 (PDF): Abgabe nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum.
- foodwaste.ch: Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum: Tage nach dem Datum.
Gelesen am 24. Oktober 2026. Andere Quellen nennen für einzelne Lebensmittel längere Zeiten; wir geben die vorsichtigen Werte an.
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