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Kunst in Bern · Bauwerk

Doppelvilla an der Marienstrasse 29/31

Eine neubarocke Doppelvilla von 1896 an der Marienstrasse im Berner Kirchenfeld, entworfen vom Architekten und Historiker Eduard von Rodt.

Doppelvilla an der Marienstrasse 29/31, Bern
Foto: Hadi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Marienstrasse 29, Marienstrasse 31
Baujahr
1896
Architekt
Eduard von Rodt, Bern
Stil
Neubarock
Bauherrschaft
Eduard von Rodt
Schutz
schützenswert, Baugruppe Kirchenfeld
Umbauten
1901 Aufstockung Veranda (Nr. 29); 1976 Fassadenrenovation
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Die Marienstrasse folgt im Kirchenfeld der nördlichen Hangkante; wie die Thunstrasse war sie im Quartierplan als Allee vorgesehen. An ihr steht mit den Nummern 29 und 31 eine Doppelvilla von 1896. Der lang gestreckte Putzbau mit Gliederungen aus Sandstein trägt ein ausgebautes Mansartwalmdach. Die Strassenseite ist als Schaufassade gestaltet und zählt drei plus drei Fensterachsen.

Das niedrige Erdgeschoss ist als gebänderter Sockel behandelt. Darüber liegt die Beletage, eingefasst und in der Mitte geteilt von gebänderten Lisenen aus Haustein. Die Mittelachse jeder Haushälfte ist kräftig betont, reicht bis ins Dach und endet in einer Lukarne mit segmentbogiger Verdachung. Balkone aus Gusseisen auf Volutenkonsolen sitzen bei Nr. 29 im Obergeschoss, bei Nr. 31 im Dachgeschoss. Seitlich gibt es Veranden; jene von Nr. 29 wurde 1901 aufgestockt.

Architekt und Bauherr war Eduard von Rodt (1849–1926). Er hatte im Kirchenfeld Bauparzellen von der Berne Land Company erworben, jener englischen Gesellschaft, die den Bau der Kirchenfeldbrücke übernommen hatte. Von Rodt war nicht nur Architekt, sondern auch Historiker: Von 1881 bis 1894 leitete er das Historische Museum und war beim Neubau des Bernischen Historischen Museums auf dem Kirchenfeld einer der ausführenden Architekten.

Die Denkmalpflege sieht in dem Haus ein frühes, gutes Beispiel des neubarocken Villenbaus. Neben klassischen französischen Vorbildern erkennt sie Anregungen aus dem bernischen 18. Jahrhundert. 1976 wurde die Fassade renoviert und bei Nr. 29 ein Medaillon aus Sandstein rekonstruiert. Die Doppelvilla ist als schützenswert eingestuft und gehört zur Baugruppe Kirchenfeld. Achten Sie auf die beiden Gusseisenbalkone, die auf unterschiedlicher Höhe sitzen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Marienstrasse 29, 31 · Wikipedia (de): Eduard von Rodt · Wikipedia (de): Kirchenfeld (Bern) · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Kirchenfeld-Brunnadern · Wikidata: Q106621997

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Marienstrasse 29

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