Ehemalige Bollwerkpost
Die ehemalige Bollwerkpost an Bollwerk 25 und Genfergasse 14 war die Hauptpost von Bern, ein Bau im Stil der Beaux-Arts von 1900 bis 1905.

- Adresse
- Bollwerk 25, Genfergasse 14
- Baujahr
- 1900–1905 (laut Bauinventar; Wikipedia: 1901–1906)
- Architekt
- Ernst Baumgart mit Eugène Jost
- Stil
- Beaux-Arts
- Heute
- Kulturgut von regionaler Bedeutung
- Schutz
- Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Bollwerk besetzt ein mächtiger Steinbau ein ganzes trapezförmiges Geviert. Über dem hohen Erdgeschoss mit Rundbogen fassen ionische Halbsäulen, Pilaster und Lisenen die oberen Geschosse zu einer Kolossalordnung zusammen, die ein Kranzgesims abschliesst. An Ecken und Eingängen treten Risalite mit gebänderter Rustika hervor. Die Schaufront mit den Haupteingängen liegt dort, wo sich Aarberger- und Genfergasse zu einem kleinen Platz weiten; die übrigen Seiten zeigen sich geschlossen, was das Leben am Bollwerk über ein Jahrhundert lang prägte.
Bauherrin war die Direktion der eidgenössischen Bauten. Das städtische Bauinventar datiert das Haus auf 1900 bis 1905 und bezeichnet es als Hauptwerk von Ernst Baumgart (1858–1938), der mit Eugène Jost aus Montreux zusammenarbeitete. Die Wikipedia stellt die Rollen anders dar: Sie nennt Jost als Entwerfer, Baumgart als beigezogenen Experten und gibt als Bauzeit 1901 bis 1906 an. Die Denkmalpflege reiht den Bau unter die grossen Postgebäude im Stil der Beaux-Arts ein, wie es eines auch in Neuenburg gibt; sie gaben der zentralen Rolle von Post und Telegraf einen repräsentativen Ausdruck.
1933 beschädigte ein Brand das Haus. Danach wurden die Türmchen abgetragen und der obere Dachabschluss sowie die Attika auf der Südseite neu gestaltet. Es folgten zahlreiche Umbauten, unter anderem 1983 an der Eingangsfront und 1988 mit einem neuen Vordach. Von 1993 bis 1999 sanierten die Architekten Huber, Kuhn und Ringli das Gebäude in fünf Etappen: Fassaden und Dach wurden renoviert und die Schalterhalle räumlich wiederhergestellt. Laut Bauinventar gab diese Sanierung den Anstoss zur Aufwertung des ganzen Gebiets. Im Jahr 2000 folgte ein Umbau für Swisscom Immobilien.
Achten Sie auf die Fenster: Massige Schmuckformen teilen die einfachen und doppelten Öffnungen senkrecht. Vom Inneren ist laut Bauinventar ein Teil erhalten. Die ehemalige Bollwerkpost ist ein Kulturgut von regionaler Bedeutung und im Bauinventar als schützenswert eingestuft.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Bollwerk 25 / Genfergasse 14 · Wikipedia (de): Ernst Baumgart · Wikidata: Q29651676
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