Kunstmuseum Bern
Das Kunstmuseum Bern an der Hodlerstrasse 8–12 bezog 1879 den Neubau von Eugen Stettler und zählt zu den ältesten Kunstmuseen der Schweiz.

Besuch
- Anreise
- Bus 11, 20 oder 21 bis Haltestelle „Bollwerk“, 50 Meter zum Eingang.
- Geöffnet
- Dienstag 10 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen.
- Eintritt
- Erwachsene CHF 24, Kinder unter 16 gratis; nur Sammlung CHF 10.
- Zugang
- Mit dem Rollstuhl zugänglich: Rampe, Treppenlifte, Besucherlift und Toiletten für Rollstuhlfahrende.
Stand 24. Oktober 2026. Quellen: Kunstmuseum Bern – Öffnungszeiten & Tickets · Kunstmuseum Bern – Barrierefreiheit
- Adresse
- Hodlerstrasse 12, Hodlerstrasse 8
- Baujahr
- 1876–1879 (Wikipedia: 1876–1878, bezogen 1879)
- Architekt
- Eugen Stettler; Erweiterungen Karl Indermühle und Otto Rudolf Salvisberg, Atelier 5
- Stil
- Akademischer Klassizismus mit Formen von Antike und Renaissance
- Heute
- Kunstmuseum
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), erhaltenswert (Bauinventar)
Über den Bau
An der Hodlerstrasse, am Rand des Altstadtplateaus über der Aare, steht der Altbau des Kunstmuseums frei. Von der Strasse aus wirkt er zweigeschossig: Ein Hochparterre mit grob behauenen Quadern trägt ein Obergeschoss, das Halbsäulen und Nischen für Figuren kräftig gliedern. In der Mitte treten Risalite vor, dazu kommen Statuen von Karl Alfred Lanz und Aufsätze mit Segmentgiebeln. Zwei Rundmedaillons von Raphael Christen stellen Zeus und Minerva dar.
Der Architekt Eugen Stettler verband in diesem Bau Formen aus der römischen Antike und der Renaissance in der Tradition der Pariser Beaux-Arts. Bauherr war das Bernerische Kunstmuseum. Das Bauinventar gibt als Bauzeit 1876 bis 1879 an, Wikipedia 1876 bis 1878 mit Bezug 1879. Gedacht war das Haus nach Wikipedia als städtisches Gegenstück zum Bundeshaus. Im Innern empfangen eine grosszügige Eingangshalle und eine monumentale Treppe die Besucher.
Die Sammlung ist älter als das Gebäude. Ihren Grundstock bildeten Bilder, die der Kanton Bern 1820 kaufte, und bis 1864 war sie auf wechselnde Orte verteilt, zuletzt im Westflügel des neuen Bundeshauses. Heute reicht sie von der Gotik bis zur Gegenwart, mit Werken von Niklaus Manuel, Albert Anker und Ferdinand Hodler bis zu Paul Klee. 2014 erbte das Museum den Nachlass von Cornelius Gurlitt und baute daraufhin die erste Abteilung für Provenienzforschung der Schweiz auf.
Zweimal wurde angebaut. 1932 bis 1936 entstand nach Plänen von Karl Indermühle und Otto Rudolf Salvisberg ein sachlicher Seitenflügel, an dessen Fassade gegen die Hodlerstrasse Cuno Amiet ein Sgraffito mit einer Apfelernte schuf; es ist bis heute erhalten. Den Salvisberg-Bau ersetzte in den frühen 1980er-Jahren eine Erweiterung des Berner Ateliers 5, nach dem Bauinventar 1981 bis 1984. Diesen Erweiterungsbau soll nach dem Architekturwettbewerb von 2024 ein freistehender Neubau von Schmidlin Architekten ersetzen, der den Stettler-Bau wieder ganz freistellt.
Wer vor der Südfassade steht, sollte die beiden Medaillons suchen: Zeus und Minerva wachen über dem Eingang.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Hodlerstrasse 12, 8, 12A · Wikipedia (de): Kunstmuseum Bern · Kunstmuseum Bern: Mediendossier Ergebnis Architekturwettbewerb (19. August 2024) · Wikidata: Q194622
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