Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Ehemaliger Gasthof am Melchenbühlweg 23

Der ehemalige Gasthof am Melchenbühlweg 23 in Bern ist ein frühbarocker Riegbau von um 1640 an der alten Strasse ins Berner Oberland.

Ehemaliger Gasthof am Melchenbühlweg 23, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Melchenbühlweg 23
Baujahr
um 1640
Architekt
unbekannt
Stil
Frühbarocker Riegbau
Schutz
Unterschutzstellungsverträge 2005 und 2012
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Am Melchenbühlweg im Osten Berns steht ein zweigeschossiger Riegbau, also ein Fachwerkhaus, unter einem Viertelwalmdach. Über dem niedrigen Erdgeschoss erhebt sich ein auffallend hohes, repräsentatives Obergeschoss. Die dreiachsige Giebelseite hat ein Zwillingsfenster, in den Brüstungsfeldern sitzen Andreaskreuze, und ein weit vorstehendes Vordach schützt die Front.

Das Haus wurde um 1640 gebaut, wohl als Gasthof. Architekt und Bauherr sind nicht bekannt. Seine Lage erklärt die Nutzung: Der Weg von der Haspelgasse über den Melchenbühl wird schon in einer Urkunde von 1262 erwähnt und war früher die Fahrstrasse ins Berner Oberland. Der Verlauf Haspelgasse–Melchenbühlweg ist bis heute im Stadtplan ablesbar.

An den Traufseiten liegen Lauben im Obergeschoss, im Nordwesten zudem ein Vorbau für den Abort, daneben die einstigen überdachten Eingänge. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die nordwestliche Giebelseite durch eine massive Fassade aus gelblichem Sichtbackstein ersetzt; dabei fiel auch die ursprüngliche Laube weg. Bei einer Restaurierung 1980 erhielt das Haus seine ursprüngliche Farbgebung zurück: dunkelrote Holzteile, braune und ockerfarbene Rahmenstreifen.

Nach dem Bauinventar ist auch die Ausstattung sehr gut erhalten, darunter eine reiche frühbarocke Täferung in der ehemaligen Gaststube. Das Inventar nennt das Haus einen grossartigen frühbarocken Riegbau; seit 2005 und 2012 ist es vertraglich geschützt. Es gehört zur Strukturgruppe Melchenbühl.

Vom Weg aus gut zu sehen sind die Andreaskreuze in den Brüstungen und der Kontrast zwischen der alten Fachwerkfront und der späteren Backsteinseite.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Melchenbühlweg 23 · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Allmend-Murifeld · Wikidata: Q139044280

Lage in Bern
Auf der Karte

Melchenbühlweg 23

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Ehemaliges Ougspurgergut50 mSiedlung Merzenacker300 mEinfamilienhaus am Melchenbühlweg 9310 mBurgerliches Waisenhaus am Melchenbühlweg 8400 mPächterhaus am Melchenbühlweg 136450 mLoaradenKunstwerk · 330 mFenster für GespensterKunstwerk · 500 mZug / LineamentKunstwerk · 510 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.