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Siedlung Merzenacker

Die Siedlung Merzenacker im Osten Berns umfasst 43 Reihenhäuser in neun Gruppen, geplant von arb Architekten und 1983 bis 1987 gebaut.

Siedlung Merzenacker, Bern
Foto: Urs Schönholzer, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 · Quelle
Baujahr
1983–1987 (Planung 1974–1984; Bauinventar auch 1982–1987)
Architekt
arb Architekten (Kurt Aellen, Franz Biffiger, Peter Keller, Thomas Keller)
Heute
Wohnsiedlung mit Kleinbetrieben
Bauherrschaft
Wohnbaugenossenschaft „Wohnort Bern“
Schutz
Kulturgut von regionaler Bedeutung (KGS B)

Über den Bau

Zwischen Höfen und Wegen reihen sich graue Häuser aus sichtbaren Zementsteinen, davor haushohe Stahlgerüste mit Wintergärten, Vordächern, Sonnennetzen und Kletterpflanzen. Dazu kommen weisse Leichtbaufassaden, runde Stahlstützen und viel Aluminium und Glas. Die Siedlung Merzenacker liegt laut dem Bauinventar im Quartier Allmend-Murifeld, in damals ländlicher Umgebung.

Bauherrin war die Wohnbaugenossenschaft „Wohnort Bern“, entworfen hat die Siedlung die Arbeitsgemeinschaft arb Architekten mit Kurt Aellen, Franz Biffiger, Peter Keller und Thomas Keller. Die Planung dauerte rund zehn Jahre, von 1974 bis 1984. Für die Bauzeit nennt das Bauinventar an einer Stelle 1982 bis 1987, in den baugeschichtlichen Daten 1983 bis 1987; Open House Bern gibt ebenfalls 1983 bis 1987 an. Den Namen des zweiten Architekten schreibt Open House Bern „Bissiger“, das Bauinventar „Biffiger“.

Die 43 Reihenhäuser sind in neun Gruppen um unterschiedlich gestaltete Höfe oder entlang einer Hauptachse von Süden nach Norden angeordnet. Das wichtigste Merkmal sind die gleitenden Übergänge vom öffentlichen über den halbprivaten zum privaten Aussenraum. Mauerstücke und Öffnungen wechseln sich ab und erlauben immer wieder Durchblicke. Weil jedes Haus nach den Wünschen seiner ersten Bewohner geplant wurde, gibt es viele Haustypen und entsprechend verschiedene Fassaden. Einheitlich sind dagegen die Zementsteine mit ihren pilasterartigen Reliefs.

An einzelnen Wegen springen die Erdgeschosse zurück; dort haben sich kleine Betriebe eingerichtet, sodass ein gassenartiger Raum entsteht. Diese Mischung aus Wohnen, Arbeiten und gemeinsamen Räumen sollte verhindern, dass man im Grünen vereinsamt. Das Bauinventar führt die Siedlung als schützenswert, im Kulturgüterinventar ist sie der Kategorie B (regional) zugeordnet.

Ein Detail: Beobachten Sie, wie das Licht auf den gerippten Zementsteinflächen spielt; in der sonst grauen Architektur übernimmt es die Hauptrolle.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Merzenacker 21–29, 41–69, 81–85, 2–16, 70–76, 80–86, 90–96 · Bauinventar der Stadt Bern: Strukturgruppe Merzenacker Süd · Open House Bern: Siedlung Merzenacker · Wikidata: Q134578265

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