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Kunst in Bern · Bauwerk

Pächterhaus am Melchenbühlweg 136

Das Pächterhaus des Landguts Wittigkofen von 1581 steht dem Schlössli gegenüber am Melchenbühlweg in Bern und zeigt Bauphasen bis heute.

Pächterhaus am Melchenbühlweg 136, Bern
Foto: Urs Schönholzer, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 · Quelle
Adresse
Melchenbühlweg 136
Baujahr
1581 (Kern); Steinmauern Anfang 18. Jahrhundert; Anbau 1826
Architekt
unbekannt
Stil
Bauernhaus mit Viertelwalmdach
Schutz
schützenswert, Baugruppe Schloss Wittigkofen; Dienstbarkeitsvertrag 1986
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Auf der anderen Seite des Melchenbühlwegs, dem Schlössli Wittigkofen gegenüber, steht das alte Pächterhaus des Landguts. Der Weg ist Teil der historischen Verbindung, die von Bern über die Haspelgasse ins Berner Oberland führte. Das Haus ist ein zweigeschossiger, verputzter Bau auf einem Steinsockel unter einem tief heruntergezogenen Viertelwalmdach. Die kleinen Rechteckfenster sitzen in Gruppen zu zweit oder zu dritt und haben Gewände aus Sandstein.

Errichtet wurde der Bau um 1580, in derselben Zeit, in der unter Hans Rudolf Steiger sowie Beat Ludwig von Mülinen das Lusthaus und das Wohnhaus des Schlosses neu entstanden. Ursprünglich war er ein reiner Holzständerbau. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhielt er sein heutiges Aussehen: Die Aussenwände wurden in Stein neu aufgeführt und die Fenstergruppen eingebaut. Bemerkenswert ist der Dachstuhl, dessen Firstständer bis zur Höhe der Schlafkammern hinabreichen. 1826 kam gegen den Melchenbühlweg ein zweigeschossiger Fachwerkanbau mit Kreuzfirst hinzu, der höher steht als das alte Haus und es dadurch optisch beherrscht.

Weitere Umbauten folgten 1951, 1985 und 1989. Nur die Südostfassade ist unverändert erhalten; der Giebel im Nordosten wurde stark verändert, und die Nordostfassade verschwindet hinter einer Garage, die über die ganze Trauflänge reicht. Trotzdem bewertet die städtische Denkmalpflege den Bau als historisch wertvoll, weil er gleichzeitig mit den Hauptbauten des Schlosses entstand und eine typische Fassade des frühen 18. Jahrhunderts bewahrt. Seit 1986 ist er durch einen Dienstbarkeitsvertrag geschützt.

Neben dem Haus liegt ein geometrischer Bauerngarten mit Wegkreuz, Buchseinfassungen und einem runden Springbrunnen in der Mitte. Er verbindet das Pächterhaus mit zwei jüngeren Nachbarn: dem Henzistock, der ebenfalls aus dem späten 16. Jahrhundert stammt, aber erst 1981 hier wieder aufgebaut wurde, und einem Wohnhaus von 1955. Das Gut Wittigkofen ist schon im 13. Jahrhundert belegt; der Schriftsteller Rudolf von Tavel, der in der Nähe wohnte, liess mehrere Erzählungen im Schlössli spielen. Schauen Sie auf die Südostseite mit ihren Fenstergruppen.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Melchenbühlweg 136 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schloss Wittigkofen · Wikidata: Q139119209

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Melchenbühlweg 136

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