Bärn Kit BlogApps · Kunst · Essen retten – in Bern
Kunst in Bern · Bauwerk

Ehemaliges Tramwartehäuschen am Grossen Muristalden 1A

Das ehemalige Tramwartehäuschen am Grossen Muristalden 1A beim Berner Bärengraben ist ein kleiner Holzbau um 1890 aus der Zeit des ersten Trams.

Ehemaliges Tramwartehäuschen am Grossen Muristalden 1A, Bern
Foto: AnBuKu, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Grosser Muristalden 1a
Baujahr
um 1890
Architekt
wohl Anselmier & Gautschi, Technisches Bureau, Bern
Stil
Holz-Ständerbau mit Sägezier
Bauherrschaft
wohl Berner Tramway-Gesellschaft
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Beim unteren Ende des Grossen Muristaldens, nahe beim Bärengraben, steht ein kleiner Holzbau, an dem viele vorbeigehen: ein mit Brettern verschalter Ständerbau unter einem flachen Satteldach. Das Giebelfeld ist aus gesägten Zierbrettern zusammengesetzt, an den Dachrändern und Ecken sitzen kleine Brettaufsätze.

Das Häuschen war ein Unterstand der ersten Berner Strassenbahn. Diese fuhr ab dem 1. Oktober 1890 vom Bärengraben über den Bahnhof zum Bremgartenfriedhof, angetrieben mit Druckluft. An drei Stellen der Strecke entstanden damals hölzerne Wartehallen: am Bärengraben, beim Inselspital und am Friedhof. Das Bauinventar datiert den Bau auf um 1890 und schreibt ihn wohl dem Technischen Bureau Anselmier & Gautschi zu, Bauherrin war wohl die Berner Tramway-Gesellschaft.

Hinter dem Büro stand der Ingenieur Gaston Anselmier (1840–1909). Er hatte es 1866 in Bern gegründet, plante Strassen, Bahnen und Gewässerkorrektionen und war massgeblich an der ersten Tramlinie beteiligt. Das Lufttram fuhr bis 1901; von seinen Fahrzeugen ist keines erhalten. Neben dem Depot ist dieses Häuschen eines der wenigen Bauwerke, die noch an diese Zeit erinnern.

Das Inventar beschreibt den bisher wenig beachteten Kleinbau als malerischen Teil der Strassenmöblierung um Bärengraben und Nydeggbrücke. Es stuft ihn als schützenswert ein, auch weil er zusammen mit dem Alten Tramdepot am Grossen Muristalden 6 die Frühgeschichte des Berner Trams dokumentiert.

Ein Detail zum Suchen: die ausgesägten Bretter im Giebelfeld. Ganz in der Nähe steht mit der ehemaligen WC-Anlage ein weiterer Holzbau derselben Jahre.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Grosser Muristalden 1A · Wikipedia (de): Druckluftstrassenbahn Bern · Wikipedia (de): Strassenbahn Bern · Historisches Lexikon der Schweiz: Anselmier · Wikidata: Q138840943

Lage in Bern
Auf der Karte

Grosser Muristalden 1a

Karte öffnen

Bauten in der Nähe

Ehemalige öffentliche WC-Anlage am Grossen Muristalden 320 mEhemalige Brauerei Klösterli am Klösterlistutz 2030 mStöckli des ehemaligen Gasthofs Klösterli (Klösterlistutz 18A)40 mMuristaldenbrunnen50 mBärengraben50 mBalancierender BärKunstwerk · 20 mKletterfelsKunstwerk · 50 mCamonetKunstwerk · 50 m

Alle Bauten von A bis Z · Architektur & Denkmäler: Berns geschützte Bauten auf der Karte · Sehenswürdigkeiten in Bern

Einstufung und Adresse: Bauinventar © Amt für Kultur des Kantons Bern · Objektblatt (PDF) · Wikidata. Fehler gefunden? Schreib an hallo@uebrig.ch.