Stöckli des ehemaligen Gasthofs Klösterli (Klösterlistutz 18A)
Der schlichte Riegbau am Klösterlistutz 18A entstand um 1840 als Stöckli des Gasthofs Klösterli, eingeklemmt zwischen Gasthof und alter Brauerei.

- Adresse
- Klösterlistutz 18, Klösterlistutz 18a
- Baujahr
- um 1840
- Architekt
- unbekannt
- Stil
- Riegbau unter Satteldach
- Schutz
- Regierungsratsbeschluss 2000
- Umbau
- 1990 Renovation mit Atelierwohnungen
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am unteren Klösterlistutz reihen sich alte Wohn- und Gewerbebauten dicht aneinander. Zwischen dem einstigen Gasthof Klösterli (Nr. 18) und dem grossen Gebäude der früheren Brauerei (Nr. 20) steht ein unauffälliger Fachwerkbau unter einem einfachen Satteldach. Die Denkmalpflege bezeichnet ihn als Stöckli des Gasthofs und datiert ihn auf etwa 1840.
Das Haus nutzt das starke Gefälle des Geländes: Auf der Ostseite zeigt es sich eingeschossig, gegen Westen zweigeschossig. Das Vordach am Südende wurde nach 1844 gekürzt, als man den Klösterlistutz ausbaute und auch beim Gasthof den Eingang höher legte. Das Bauinventar lobt die guten Proportionen des sonst schlichten Baus und sieht in ihm einen wichtigen Baustein der abwechslungsreichen Häuserzeile, städtebaulich wie wirtschaftsgeschichtlich.
Der Gasthof daneben hat eine lange Geschichte: 1688 erhielt er das Recht zum Weinausschank, 1759 das Tavernenrecht. 1935 brannte sein Dach, 1942 wurde der Wirtschaftsbetrieb eingestellt, danach verfiel das Haus über Jahrzehnte. Die Brauerei auf der anderen Seite nutzte ab dem 19. Jahrhundert Kavernen im Felsen; ihr erhaltenes Gebäude stammt von 1871 und wurde 1890 aufgestockt.
1990 wurde das Stöckli zusammen mit dem Gasthof renoviert. Es erhielt eine zusätzliche Treppe, und im Inneren entstanden Atelierwohnungen. Seit 2000 steht es unter Schutz, und der Strassenraum davor gilt als Aussenraum von denkmalpflegerischem Interesse. Wer vor dem Haus steht, sieht gut, wie die drei Bauten verschiedener Zeit – Spätbarock, Riegbau und Brauerei – zu einer Zeile zusammengewachsen sind.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Klösterlistutz 18 (Gasthof) · Bauinventar der Stadt Bern: Klösterlistutz 18A · Bauinventar der Stadt Bern: Klösterlistutz 20 (Brauerei) · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Altenberg-Klösterli · Wikidata: Q128274457
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