Bärengraben
Der Bärengraben am Grossen Muristalden in Bern wurde 1856/57 angelegt und ist seit 2009 Teil des Bärenparks am Aareufer gegenüber der Altstadt.

Besuch
- Anreise
- Bus 12 bis Haltestelle „Bärenpark“.
- Geöffnet
- Jeden Tag rund um die Uhr.
- Eintritt
- Gratis, auch das BäreBähnli.
- Zugang
- Das BäreBähnli (Schräglift) verbindet die obere Plattform stufenlos mit dem Weg an der Aare.
- Tipp
- Im Spätherbst ziehen sich die Bären in die Winterruhe zurück und sind seltener zu sehen.
Stand 24. Oktober 2026. Quellen: Tierpark Bern – BärenPark
- Adresse
- Grosser Muristalden 4
- Baujahr
- 1856–1857; Bärenpark 2009
- Architekt
- Friedrich Tschiffeli (Baumeister); Bärenpark: Matti Ragaz Hitz Architekten
- Stil
- Historismus, Hochbau neugotisch
- Heute
- Teil des Bärenparks des Tierparks Bern
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Am Ostende der Nydeggbrücke, gegenüber der Altstadt, liegen zwei grosse, ovale Gräben, durch eine Mauer voneinander getrennt. Auf ihrer Nordseite steht ein kleines neugotisches Bärenschlösschen: Zwei schlanke, vieleckige Türmchen mit Zinnen rahmen eine Schaufassade mit Fenstern und einem Zinnenkranz. Hinter dieser Fassade verbirgt sich nur ein bescheidener Bau mit Pultdach, ursprünglich das Haus des Wärters.
Bären gehören seit Jahrhunderten zu Bern, dessen Wappentier sie sind. Wann der erste Bärengraben entstand, geben die Quellen unterschiedlich an: Wikipedia nennt eine erste Nachricht von 1441 beim Käfigturm, der Tierpark Bern erzählt von einem Bären, den Berner Truppen 1513 von der Schlacht bei Novara mitbrachten, und von einem ersten Graben auf dem heutigen Bärenplatz ab 1515. Später lagen die Gräben beim Bollwerk. Der heutige ist der vierte; er wurde 1856/57 vom Baumeister Friedrich Tschiffeli für die Stadt Bern gebaut und 1857 eröffnet. Als Anlage des Historismus geht er auf die alte Tradition zurück, Bären in Wehrgräben zu halten.
Später kam ein kleinerer, kreissegmentförmiger Graben für Jungbären dazu, nach dem Bauinventar 1924, nach Wikipedia 1925. 1974 wurde das Wärterhaus verkürzt, um Platz für einen Durchgang und einen Unterstand zu schaffen. Weil Tierschützer die Haltung immer wieder kritisierten, baute man 1995 nach Plänen von Andreas Furrer Kletterhügel und Höhlen aus grossen Sandsteinblöcken in die Gräben ein. 2009 folgte der Bärenpark von Matti Ragaz Hitz Architekten mit Klötzli + Friedli Landschaftsarchitekten: eine Freianlage von über 6000 Quadratmetern am Aarehang, eröffnet am 22. Oktober 2009. Die Kosten lagen nach Wikipedia bei rund 24 Millionen Franken, weit über dem ersten Budget.
Ein Tunnel führt vom grossen Graben in den Park, und die Bären werden dort weiterhin zeitweise gehalten, etwa wenn die Anlage gereinigt wird. Der kleine Graben steht heute der Öffentlichkeit offen. Die Bauten des Bärengrabens sind ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.
Ein Detail zum Suchen: die Zinnen auf den Türmchen, die dem Wärterhaus das Aussehen einer kleinen Burg geben.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Grosser Muristalden 4 · Tierpark Bern: Bern and its bears · Wikipedia (de): Bärenpark Bern · Wikidata: Q666040
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