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Einfamilienhaussiedlung Schwabgut

Die Atriumsiedlung im Schwabgut in Bern-Bümpliz entstand 1966–1968: 24 eingeschossige Backsteinhäuser mitten zwischen Hochhäusern.

Einfamilienhaussiedlung Schwabgut, Bern
Foto: Ghormon, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Quelle
Adresse
Keltenstrasse 38, Schwabstrasse 11, Schwabstrasse 13, Schwabstrasse 15 …
Baujahr
1966–1968 (Projekt 1965), Kindergarten 1970/71
Architekt
Architektengemeinschaft Kormann & Indermühle, nach einer Studie von Werner Küenzi
Stil
Atriumsiedlung der 1960er-Jahre (Teppichsiedlung)
Heute
Wohnsiedlung, im Bauinventar schützenswert
Schutz
schützenswert (Bauinventar)

Über den Bau

Wer im Schwabgut in Bümpliz zwischen den Hochhäusern und Scheibenbauten unterwegs ist, stösst in der grossen Grünfläche auf etwas Unerwartetes: eine Gruppe niedriger Häuser aus Sichtbackstein, eingewachsen in Büsche und Sträucher. Es ist die einzige Wohnsiedlung im Innern der Grossüberbauung, eine sogenannte Teppichsiedlung aus 24 Einfamilienhäusern mit Innenhof.

Die Grossüberbauung Schwabgut entstand von 1965 bis 1971 auf dem Land des früheren Schwabguts, das der Burgergemeinde Bern gehörte. Sie hatte 1957 einen Wettbewerb ausgeschrieben, den Werner Küenzi gewann. Auf seiner Studie beruht auch die Atriumsiedlung. Ausgeführt wurde sie von der Architektengemeinschaft Kormann und Indermühle für die Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz: 1965 lag das Projekt vor, 1966 bis 1968 wurde gebaut.

Die Häuser sind in sechs Blöcken zu je vier Einheiten angeordnet, die wie die Zinken eines Kamms nebeneinander liegen. Jeder Block ist gegenüber dem nächsten um eine halbe Hausbreite verschoben. So entsteht ein verwinkeltes Muster, das von oben an einen Teppich erinnert, daher der Name. Erschlossen wird die Siedlung über Fusswege von der Schwabstrasse her. Die Wände bestehen aus Sichtbackstein, den oberen Abschluss bildet ein Dachrand aus Beton.

An der Keltenstrasse schliesst ein ebenfalls eingeschossiger Kindergarten aus denselben Materialien die Anlage ab. Er wurde 1970/71 von U. Indermühle für die Einwohnergemeinde gebaut. 1981/82 erneuerte man die Fassaden, später kamen an einzelnen Häusern ein Erker und gedeckte Sitzplätze hinzu.

Der Kontrast macht den Reiz aus: Rundherum stehen fünf- bis achtgeschossige Scheiben und Hochhäuser, die beiden Türme an der Schwabstrasse waren bei ihrer Fertigstellung die höchsten Wohnbauten Berns. Mittendrin zeigt die Atriumsiedlung, dass verdichtetes Wohnen in den 1960er-Jahren auch flach und kleinteilig gedacht wurde. Das städtische Bauinventar stuft sie als schützenswert ein.

Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Schwabstrasse 11–71, Keltenstrasse 38 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schwabgut · Bauinventar der Stadt Bern: Quartiergeschichte Bümpliz-Bethlehem · Wikipedia (de): Schwabgut · Wikidata: Q114242057

Lage in Bern
Auf der Karte

Keltenstrasse 38

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