Schulanlage Schwabgut
Die Schulanlage Schwabgut an der Keltenstrasse 37–43 in Bümpliz entstand 1959 bis 1967 als Herz der Grossüberbauung Schwabgut.

- Adresse
- Keltenstrasse 37, Keltenstrasse 39, Keltenstrasse 41, Keltenstrasse 43
- Baujahr
- 1959–1961 und 1965–1967
- Architekt
- Arbeitsgemeinschaft W. Küenzi, R. Kiener, O. Kissling, H. + G. Reinhard
- Stil
- International orientierte Moderne der 1960er-Jahre
- Heute
- Volksschule Schwabgut
- Schutz
- schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Mitten im grossen Grünraum der Überbauung Schwabgut stehen zwei kubische Schulhäuser, eine Turnhalle und ein niedriger Verbindungstrakt. Ihre Fassaden sind waagrecht gegliedert: Lange Fensterbänder wechseln mit Reihen grosser Betonplatten, die jeweils vom Sturz eines Geschosses bis zur Brüstung des nächsten reichen. Das Bauinventar nennt das eine ins Grafische gesteigerte Fassade. Baumreihen säumen die Anlage.
Gebaut wurde in zwei Etappen: 1959 bis 1961 das Sekundarschulhaus und die Turnhalle, 1965 bis 1967 das Primarschulhaus und der eingeschossige Verbindungstrakt mit offener Galerie und Hausmeisterwohnung. Entworfen hat die Anlage eine Arbeitsgemeinschaft der Architekten Werner Küenzi, R. Kiener, O. Kissling sowie Hans und Gret Reinhard; Bauherrin war die Einwohnergemeinde Bern. Die Schule folgt dem schräg gestellten, rechtwinkligen Raster, auf dem die ganze Überbauung aufbaut.
Die Überbauung Schwabgut selbst entstand 1965 bis 1971 auf dem Gelände des früheren Schwabguts für mehr als 3000 Bewohnerinnen und Bewohner; den Gesamtplan zeichneten Hans und Gret Reinhard mit Werner Küenzi. Laut Bauinventar ist sie die grösste Gesamtüberbauung in Bümpliz. Die Wohnhochhäuser stehen am Rand, und die Schulanlage bildet den baulichen Hauptakzent im zentralen Grünbereich.
Das würfelförmige Sekundarschulhaus umschliesst einen Innenhof, in dem die Aula steht. Zusammen mit dem Primarschulhaus und dem Verbindungstrakt bildet es an der Keltenstrasse eine Art Tor zum Areal; die Turnhalle teilt das rückwärtige Gelände mit Rasen und Hartplätzen. Alle Bauten sind Betonskelette mit Fassaden aus Betonelementen und Fenstern aus Holz und Aluminium. 1996 bis 1998 wurde die Anlage gesamthaft saniert. Laut Stadt wechseln zum Beispiel die Kinder aus dem Schulhaus Stöckacker für die Oberstufe hierher; an der Fassade von Nr. 37 hängt eine Wandplastik aus Polyester von Walter Vögeli aus dem Jahr 1969.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Keltenstrasse 37–43 · Bauinventar der Stadt Bern: Baugruppe Schwabgut · Stadt Bern, Vortrag des Gemeinderats: Volksschule Stöckacker (2021), Abschnitt Schulstandort Schwabgut · Wikidata: Q114210495
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