Halenbrücke
Die Halenbrücke verbindet seit 1913 das Berner Neufeld mit Herrenschwanden; ihr Betonbogen über die Aare galt beim Bau als Pionierleistung.

- Adresse
- Halenbrücke
- Baujahr
- 1911–1913, Gesamterneuerung 1992/93
- Architekt
- Jakob Bolliger (Ingenieur); Müller, Zeerleder & Gobat, Zürich
- Stil
- Stahlbeton-Bogenbrücke
- Heute
- Strassenbrücke der Hauptstrasse 236, Kulturgut und IVS-Objekt von nationaler Bedeutung
- Schutz
- Kulturgut von nationaler Bedeutung (KGS A), schützenswert (Bauinventar)
Über den Bau
Die Halenbrücke überquert die Aare in 38 Metern Höhe. Sie verbindet das Neufeld auf Berner Stadtgebiet mit Herrenschwanden in der Gemeinde Kirchlindach und liegt je zur Hälfte auf beiden Gemeindegebieten. Der Berner Teil ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.
Schon seit den 1840er-Jahren hatten die Gemeinden im Norden Berns einen neuen Aareübergang gefordert. Ein privates Initiativkomitee lancierte 1908 einen Wettbewerb, den die Zürcher Firma Müller, Zeerleder und Gobat gewann; der Entwurf stammte vom Ingenieur Jakob Bolliger. Der Kanton übernahm das Projekt, liess es überarbeiten und baute ab Oktober 1911. Am 13. September 1913 wurde die Brücke eröffnet. Sie war damals die Betonbrücke mit der grössten Spannweite der Schweiz.
Im Süden überspannt ein parabelförmiger Hauptbogen den Fluss, der nach oben hin schlanker wird. Gegen Norden folgen vier schmalere, ovale Bogen; die Fahrbahn biegt dort fast unmerklich nach Westen ab, weil die Achse kurz vor Baubeginn noch verschoben wurde. Die Pfeiler verjüngen sich und sind mit Bogenöffnungen durchbrochen, die Fahrbahn ruht auf feingliedrigen Stützen. Überall zeigt sich das Bemühen, Gewicht und Schubkräfte klein zu halten. Die Länge wird mit 234 Metern angegeben, im Bundesinventar der historischen Verkehrswege mit 238 Metern.
1968 bis 1970 wurde die Fahrbahn für einen zweiten Gehweg verbreitert, die Betonbrüstungen wichen einem Stahlgeländer. 1992/93 folgte eine Gesamterneuerung: Hauptbogen und Pfeiler blieben erhalten und wurden saniert, Fahrbahnplatte, Nebenbogen und Stützen neu erstellt. Die Brüstung besteht seither wieder aus Beton, nach dem Vorbild des Originals. Am 29. Oktober 1993 wurde die Brücke wieder für den Verkehr freigegeben.
Halten Sie am südlichen Brückenende an: Zwei Metalltafeln an den Brüstungen erinnern an den Bau und an die Erneuerung. Über den Pfeilern des Hauptbogens ragen kleine Aussichtskanzeln hinaus, von denen man auf die Aare hinunterblickt.
Recherchiert und zusammengefasst von Bärn Kit. Quellen: Bauinventar der Stadt Bern: Halenbrücke · IVS – Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz: BE 1913.0.1 Halenbrücke · Wikipedia (de): Halenbrücke · Wikipedia (de): Liste der Kulturgüter in Bern/Länggasse-Felsenau · Wikidata: Q117029039
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